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	<title>Klarspüler &#187; Gesellschaftsstraße</title>
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		<title>Am Ende der Integrationsbereitschaft</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Aug 2014 05:27:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaftsstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Mithat Gedik]]></category>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Es hat nicht viel gefehlt und die Geschichte hätte Christian Wulff Recht gegeben. Nicht darin, dass er doch der fähigste Bundespräsident aller Zeiten gewesen ist. Davon muss die Geschichte ihn nicht erst überzeugen. Sondern in einer Behauptung, die er in seiner Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit aufstellte: Sie wissen schon, das mit Deutschland und dem Islam, dass beide zusammengehören. Mithat Gedik wäre der Schützenkönig-gewordene Beweis gewesen, das Wulff Recht hatte. Wenn, ja wenn seine Krönung nicht diese mediale Aufmerksamkeit erregt hätte, sondern völlig unbeachtet, weil selbstverständlich von Statten gegangen wäre. Leider hatte der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) etwas dagegen.<span id="more-1453"></span></p>
<p>Mal ehrlich: Moslem und Schützenkönig. Mehr Integration geht nicht, oder? Da komme ich mir als Spätaussiedler, der zu Hause mit den Eltern ausschließlich Polnisch spricht, lieber Wurst vom Schlesier als aus dem Supermarkt isst und in der Gemeinde keineswegs irgendwie ehrenamtlich aktiv ist, vor wie ein Integrationsverweigerer. Dabei liefert die bisherige Biographie von Mithat Gedik auch ohne abgeschossene Königskette schon genügend Beweise dafür, dass Integration gelingen kann: <a href="http://www.spiegel.de/panorama/schuetzenverein-muslim-mithat-gedik-darf-kein-schuetzenkoenig-sein-a-984280.html">katholische Religion als Abiturfach, mit einer Katholikin glücklich verheiratet, vier Kinder, kaufmännische Ausbildung, Niederlassungsleiter und aktiv bei der freiwilligen Feuerwehr.</a> Und nun auch noch Schützenkönig. Integration in die Seele des deutschen Brauchtums! Selten konnte ein Moslem so deutsch werden!</p>
<p>Vermutlich ist dies auch den Herren vom BHDS aufgefallen. Und das macht natürlich Angst. Ein Moslem soll Schützenkönig werden? Integration total? Gleiche Traditionen für alle? Auch für die, die nicht ein Kreuz anbeten? Plötzlich steht man an der Speerspitze der Integrationsavantgarde, die nicht nur redet, sondern auch handelt, Dinge verändert. Und das, ohne das einer gefragt hat, ob man das auch will. Da muss natürlich die Notbremse gezogen werden.</p>
<p>Und immer, wenn in Deutschland jemand partout etwas nicht will, auch wenn es keine logischen Argumente gibt, die ihn in seiner Haltung unterstützen, sondern nur weil es ihm  innerlich widerstrebt, werden zwei Totschlagargumente aus dem traditionellen Hut gezaubert: die Satzung und Gott! Wobei der Eindruck entsteht, dass Letzterer die erste geschrieben hätte. Deshalb ist eine Satzung auch nicht einfach nur eine Sammlung von Vorschriften, die sich eine Zusammenkunft von Vereinsmitgliedern irgendwann einmal gegeben hat. Es ist papiergewordene Ewigkeit, die alles überdauern, aber um Gottes Willen nicht an die sich veränderte Realität angepasst werden darf. Und wenn da eben drin steht, dass einer nur Schützenkönig werden kann, wenn er Christ ist, dann ist das eben so. Wenn da gestanden hätte, dass nur der Schützenkönig werden darf, der gelbe Unterhosen trägt, dann wäre das eben auch so. Richtig. Unhinterfragt. Ewig gültig.</p>
<p>Und gleichsam kommt noch die Religion ins Spiel, die dazu benutzt wird, Unsinnigkeiten, die in einer niedergeschriebenen Zettelsammlung festgehalten sind, mit dem notwendigen moralischen Unterbau zu versehen. Wozu das führt, sieht man in einem <a href="http://www.spiegel.de/panorama/trennung-von-staat-und-kirche-ein-plaedoyer-a-984850.html">Kommentar von Frank Patalong</a>, in dem der Autor die Meinung vertritt, dass die Religion den Gläubigen über den Andersgläubigen stellt und Außenseiter ausgrenzt. Nein, das tut sie nicht! Sie wird oftmals nur als Pseudoargument dafür benutzt um das individuelle Machtstreben einzelner rückwärtsgewandter, machthungriger Kleingeister zu legitimieren. An sich hat sie aber nicht dieses Streben.</p>
<p>Letztlich zeigt diese Schützenkönig-Posse nur, dass Integration an ihre Grenzen stößt. Und zwar nicht, weil die, die hierhergekommen sind, sich verweigern, sondern weil diejenigen, in deren Gemeinwesen man sich integrieren will, eine letzte unüberwindbare Barriere aufstellen, um dies zu verhindern. Und genau dafür steht das Beispiel des Mithat Gedik: er hat alles &#8220;richtig&#8221; gemacht und wollte auch noch das letzte Stückchen Teilhabe, aber hier zog der BHDS eine Grenze (, auf die er zwar inzwischen nicht mehr besteht, die er aber nur ein wenig verschoben hat. Ehrliche Einsicht sieht anders aus).<!--more--></p>
<p>Integration kann wunderbar gelingen. Maximal sind aber wohl 90% drin. Und diese 90% sind die neuen 100%. Der Rest bleibt eine wirre, rückwärts gewandte Parallelgesellschaft, in die sich die zurückziehen, die sich durch Integration der anderen irgendwie bedroht fühlen. Und deren Gedankengut hoffentlich irgendwann Vergangenheit sein wird.</p>
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		<title>Die geheime Verschwörung der Benimmtrainer-Illuminaten</title>
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		<pubDate>Wed, 21 May 2014 04:52:13 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Gesellschaftsstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Benimm-Trainer]]></category>
		<category><![CDATA[Knigge]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war um 1780 als Freiherr Adolph Franz Friedrich Ludwig Knigge in Frankfurt am Main lebte und in Logen und Geheimbünden verkehrte. Lange bevor er sein berühmtes Werk, Über den Umgang mit Menschen, niederschrieb, arbeitete er an einer anderen, kaum bekannten prophetischen Schrift: die Arbeitswelt im 21. Jahrhundert. Leider konnte er diese niemals veröffentlichen. Zufällig [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es war um 1780 als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adolph_Knigge">Freiherr Adolph Franz Friedrich Ludwig Knigge</a> in Frankfurt am Main lebte und in Logen und Geheimbünden verkehrte. Lange bevor er sein berühmtes Werk, <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_den_Umgang_mit_Menschen">Über den Umgang mit Menschen</a></em>, niederschrieb, arbeitete er an einer anderen, kaum bekannten prophetischen Schrift: die Arbeitswelt im 21. Jahrhundert. Leider konnte er diese niemals veröffentlichen. Zufällig geriet das unbekannte Werk später in die Hände einiger Geheimbundbrüder aus Frankfurter Tagen, die es mit Knigges obigem Meisterwerk kombinierten, dabei jedoch die soziologische Komponente ignorierten und nur die oberflächlichen Aspekte beibehielten: geboren war der Geheimbund der Benimmtrainer-Illuminaten, die inzwischen als selbsterklärte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kerberos">Cerberusse</a> der Arbeits- und Geschäftswelt &#8220;Null-Wissen&#8221; als geheimes Schmiermittel für den zielstrebigen Aufstieg verkaufen. <span id="more-1305"></span></p>
<p>Leider handelt es sich bei dem Geheimbund der Benimmtrainer-Illuminaten um eine Vereinigung, die keineswegs im Verborgenen bleiben möchte, sondern sich all jenen aufdrängt, die den Einstieg in die Arbeits- und Geschäftswelt suchen. Unglücklicherweise werden auch Journalisten von ihren sierenischen Rufen betört und lassen sich dazu verleiten, deren Geschwätz in <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/benimmregeln-knigge-seminar-fuer-studenten-a-964695.html">Artikel</a> zu pressen, anstatt es zu ignorieren.</p>
<p>Die Taktik der Benimmtrainer-Illuminaten ist so perfide wie genial: die Mischung macht&#8217;s! Und die beste aller Mischungen besteht aus Angst und Verlockung. Die Angst in Fettnäpfchen zu treten, weil man geheime Codes nicht versteht, und sich dadurch eine glänzende Karriere verbaut. Die Verlockung es doch zu können, nur weil man einige simple Kniffe beherrscht und ein perfekt gebundener Krawattenknoten angeblich den Ausschlag geben kann.</p>
<p>Neuerdings treiben sich die Benimmtrainer-Illuminaten an Universitäten herum, der Brutstätte künftiger Fach- und Führungskräfte, deren Absolventen &#8211; so die Legende -  innerhalb weniger Wochen im ersten Job bereits &#8220;Führungs- und Repräsentationsaufgaben übernehmen&#8221;. Denn dazu braucht es eben &#8220;nicht nur Kompetenz, sondern auch den Eindruck&#8221;, den man hinterlässt. Und die Fassade des perfekten ersten Eindrucks kann man sich innerhalb weniger Tage &#8211; manchmal sogar nur Stunden &#8211; antrainieren, den Benimmtrainer-Illuminaten sei Dank. Schön blöd, wer da auf die Ochsentour der Kompetenz setzt, für die man erst mal ein paar Jahre zurückstecken muss.</p>
<p>Genau hier finden die Benimmtrainer-Illuminaten ihre Lieblingsjünger: die Möchtegern-Aufsteiger und Bald-Emporkömmlinge, die eine lebenslange Scham mit sich herumtragen, da sie &#8220;solche Dinge zu Hause leider nicht gelernt haben&#8221;, im Gegensatz zu Anderen, denen dies mit der Muttermilch eingeflößt wurde. Zum Glück lässt sich diese natürliche Benachteiligung im Nachhinein abtrainieren &#8211; so das Mantra der Benimmtrainer-Illuminaten. Denn lernen kann man das, was sie propagieren nicht. Man soll es auch nicht. Lernen würde Verstand nutzendes Auseinandersetzen mit Inhalten voraussetzen. Stattdessen soll man nicht nachdenken. Man soll wirken.</p>
<p>Der größte Pfand der Benimmtrainer-Illuminaten ist, dass sie ein offensichtliches Wissen verkaufen, das jedem bereits bekannt ist, weil eben jeder halbwegs normal erzogene Mensch weiß, dass bei seichten Small-Talk nicht über die sexuelle Orientierung geredet wird, &#8220;toller Hintern&#8221; als Kompliment nicht taugt und die Reihenfolge der Bestecknutzung seit &#8220;Pretty Woman&#8221; jedem 10-jährigen, der den Film heimlich gesehen hat, bereits bekannt ist. Und all diese Aspekte ändern sich nicht. Niemals. Sie beruhen nämlichen auf dem, was allgemein als gute Umgangsformen unseres Kulturraums anerkannt ist.</p>
<p>Und trotzdem nutzen die Benimmtrainer-Illuminaten dies aus, indem sie den Mythos streuen, dass man sich nie sicher sein kann, ob sich nicht doch etwas geändert haben könnte. Wie froh ist man dann, wenn sie einem mit selbstgefälliger Gelassenheit in ihren Seminaren entgegen flöten, dass alles doch noch so ist, wie man es schon seit jeher gewusst hat: nicht der  Personalchefin an den Hintern packen, nicht den CEO nach einem flotten Dreier fragen, nicht das Rumpsteak mit dem Weinglas ausstechen.</p>
<p>Viel zu lange schon breitet sich die Verschwörung der Benimmtrainer-Illuminaten ungestört aus, ohne dass ihr natürlicher Feind, der Orden des klaren Verstandes, diesen Verführern Einhalt gebietet. Denn vor langer Zeit wurde der Orden zerschlagen, aufgelöst und aus der Arbeits- und Geschäftswelt verbannt. Aber &#8211; so steht es geschrieben &#8211; es wird die Zeit kommen, in der ein Auserwählter auftreten wird, mit der Kraft, dem Unsinn der Benimmtrainer-Illuminaten zu wiederstehen. Er wird alle um sich scharren, die unter den Benimmtrainer-Illuminaten gelitten haben, eine Revolution starten und den fiesen Geheimbund ein für alle mal vertreiben.</p>
<p>Diesen Auserwählten wird man an seinem schiefen Krawattenknoten und den billigen Schuhen, die er noch nie geputzt hat, erkennen. Daher haltet alle die Augen auf! Schon morgen kann es soweit sein!</p>
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		<title>Bildungschancen im deutschen Schulsystem &#8211; und ewig grüßt das Murmeltier</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jul 2013 13:42:10 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bildungschancen]]></category>
		<category><![CDATA[deutsches Bildungssystem]]></category>

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		<description><![CDATA[Ende Juni sorgte eine Studie der Bertelsmann-Stiftung für große Erleichterung unter deutschen Bildungsexperten und allen, die sich dafür halten. Ein Durchatmen ging durch ihre Reihen, als die Studie ihnen bescheinigte, dass ihr Wissen über den Zustand unseres Bildungssystems weiterhin up-to-date ist. In einer sich permanent wandelnden Arbeitswelt, in der man sein Wissen und seine Qualifikation [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ende Juni sorgte <a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/bertelsmann-studie-zeigt-ungerechtigkeit-an-deutschen-schulen-a-906962.html">eine Studie der Bertelsmann-Stiftung</a> für große Erleichterung unter deutschen Bildungsexperten und allen, die sich dafür halten. Ein Durchatmen ging durch ihre Reihen, als die Studie ihnen bescheinigte, dass ihr Wissen über den Zustand unseres Bildungssystems weiterhin up-to-date ist. In einer sich permanent wandelnden Arbeitswelt, in der man sein Wissen und seine Qualifikation an die sich sekündlich ändernden Anforderungen von Kunden, Märkten und der Stimmungslage des Erdgeistes anpassen muss, ist so eine Aussage eine Menge wert.<span id="more-445"></span></p>
<p>Um als Experte für ein Thema zu gelten, das gesellschaftlicher Natur ist, braucht es nicht viel. Man könnte es als &#8220;Kenntnis der Sachlage&#8221; beschreiben, also das Wissen um Vor- und Nachteile und wesentliche Problempunkte eines Themenfeldes. Kein Sorge: das Wissen um eine Sache schließt praktisch nie den Willen zur Veränderung mit ein. Damit streckt man die Halbwertszeit seines Wissens. Im Idealfall reicht es sogar bis zur Rente.</p>
<p>Das Wissen um die Problempunkte unseres Bildungssystems, lässt sich in einem Satz zusammenfassen: der Bildungserfolg ist abhängig von der sozialen Herkunft. Dieser Satz steht auf einer Stufe mit Sätzen wie: &#8220;zu Beginn der Ferien steigen die Benzinpreise&#8221;. Es wird ein Zusammenhang postuliert, den so richtig keiner verstehen mag. Da dieser aber seit Jahrzehnten wieder und wieder beschworen wird, ist er inzwischen zu einer naturgesetzlichen Kraft mutiert, gegen die man ungefähr so viel ausrichten kann wie gegen schlechtes Wetter.</p>
<p>Welche tsunamiartige Zerstörung würde wohl das Ergebnis einer Studie entfalten, nach der der Bildungserfolg nur noch abhängig von der eigenen Leistung ist! Ich mag es mir kaum ausmalen. Tausende Experten, Wissenschaftler, Kommentatoren, Talkgäste und letztlich auch Politiker stünden vor dem Nichts! Sie wären ihres Wissens beraubt. Man hätte ihnen den Boden unter den Füßen weggezogen. Sie müssten sich neue Betätigungsfelder suchen, was Parteigremien und Arbeitsagenturen schlicht überfordern würde. Es wäre das reinste Chaos.</p>
<p>Zum Glück hat die Studie der Bertelsmann-Stiftung das verhindert. Wobei, ganz so stimmt das nicht. Genau heißt es in der Studie: &#8220;Insgesamt geht es mit der Chancengerechtigkeit eher im Schneckentempo voran.&#8221; Veränderung ist also zu erkennen, aber zum Glück bedroht sie nicht den Status Quo. Na ja, in einem Land, in dem die Politik der kleinen Schritte die Geschwindigkeit vorgibt, übrigens nicht erst seit Angela Merkel, sondern schon bei Bismarck, scheint somit alles auf dem richtigen Weg. Da kann man den 6-jährigen von heute ruhigen Gewissens mit auf dem Weg geben, dass ihre Ur-Enkel es mal gerechter haben werden.</p>
<p>Für mich steht jedenfalls fest: ich habe keine Lust mehr, von Studien belästigt zu werden, die mir berichten, was ich bereits weiß! Ich würde gerne mal eine Studie lesen, die die Auswirkungen neuer Konzepte aus Ländern evaluiert, die das mit der Bildung offenbar besser hinkriegen als wir. Ich weiß: hier folgt sogleich der natürliche Bildungsexpertenreflex: das, was andere Länder machen, kann man nicht eins zu eins auf Deutschland übertragen. Stimmt! Wenn das so einfach wäre bräuchte man keine Experten. Man könnte Affen dazu dressieren.</p>
<p>Aber lernen von Erfolgsmodellen. Abwägen. Pro und Contra erörtern. Brauchbare Aspekte adaptieren. Das ist es, was von Experten erwartet wird. Doch Moment &#8211; auch unsere Experten sind ja Produkte unseres Bildungssystems. Vermutlich können Sie es also im Vergleich zu anderen Ländern nicht so gut.</p>
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