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	<title>Klarspüler</title>
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	<description>Das! Meinungsmittel</description>
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		<title>Auf Wiedersehen und vielen Dank!</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Oct 2014 14:30:37 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, tatsächlich! Es ist genau so wie man im Titel lesen kann: mit diesen Zeilen verabschiedet sich der Klarspüler von seinen Lesern, dankt für die Aufmerksamkeit, wünscht allen alles Gute und stellt alsbald den Betrieb ein. Nicht heimlich, einfach so, indem sich der Betreiber nicht mehr um die Seite kümmert (auch wenn man in den letzten drei Wochen diesen Eindruck gewonnen haben könnte), sondern aus guten Gründen, die den Lesern natürlich nicht vorenthalten bleiben sollen; derlei gibt es nämlich drei.</p>
<p>Da ist zunächst einmal die Zeit. Das regelmäßige Schreiben der Artikel samt Recherche dafür, die Pflege der Facebook- und Twitterseite, all das bindet Zeit, die dann für andere Dinge, die einem im Grunde relevanter erscheinen, fehlt. Man kann sich zwar eine Zeit lang einreden, dass man trotzdem alles schafft. Leider spielt da die Realität nicht mit. Am Ende erreicht man gar nichts und das fühlt sich dann doppelt blöd an.</p>
<p>Dann ist da noch die Eitelkeit, der man sich hingibt, weil man glaubt, zu bestimmten Themen etwas zu sagen zu haben, weil man mit den Artikeln einen bestimmten Aspekt betont oder eine bestimmte Sichtweise aufgreift. Dies kann sein, ist aber in Ihrer Reichweite doch sehr eingeschränkt. Einfluss auf Debatten haben tatsächlich nur anerkannte und etablierte Journalisten, Kommentatoren, Experten und Blogger. Da braucht es nun wirklich nicht noch eine weitere Stimme, die sich einmischt und dazwischen krakeelt.</p>
<p>Der dritte Grund ist der für mich relevanteste, der letztlich den Ausschlag für die Entscheidung gegeben hat. Es ist die Erkenntnis darüber, wie derzeit in der deutschen Informations- und Nachrichtenwelt Debatten geführt werden: in einer Weise, die mir nicht zusagt und dem widerspricht, was ich für eine vernünftige Auseinandersetzung halte.</p>
<p>Diese vernünftige Art setzt an den Argumenten derjenigen an, die anderer Meinung sind, und versucht herauszufinden, wo sie sich irren, etwas missdeuten, falsch darstellen oder ggf. Recht haben. Es geht also um die Auseinandersetzung mit dem Gegenüber. Davon hat sich die aktuelle deutsche Informations- und Nachrichtenwelt verabschiedet. Beispielhaft hierfür stehen die mediale Verwertung der Ukraine/Russlandkrise oder des Nahostkonflikts.</p>
<p>Und nein, damit will ich mich nicht an der Schelte der deutschen Zeitungen und Nachrichtensender beteiligen, nach der diese uns seit Monaten mit ihrer Berichterstattung manipulieren. Denn ganz ehrlich: manipulieren lassen kann sich nur derjenige, der nur einer einzigen Quelle traut, sich nicht breiter informiert und seinen Verstand zur Deutung der Informationsvielfalt nicht nutzt. Zumindest dachte ich das bisher. Aber anscheinend ist uns letzteres abhanden gekommen. Und warum? Weil wir im Zeitalter von Facebook, Twitter und Photoshop leben und daher alle Informationen manipulierbar sind. Zumindest ist dies die reflexartige Reaktion auf sämtliche Bild-, Ton- und sonstige Materialen, die medial genutzt werden, um z.B. Verbrechen in kriegerischen Auseinandersetzungen zu dokumentieren bzw. zu beweisen.</p>
<p>Diskussion, Argumentation, Bewertung des Vorliegenden findet nicht mehr statt. Es geht nur noch um die Diskreditierung des anderen als Manipulator. Nur, weil uns heutzutage diese Technik zur Verfügung steht. An der Wahrheit, an der Aufdeckung des Unrechts, am Darlegen der Fakten scheint niemand mehr interessiert, auch wenn es nach wie vor ehrlich und wahrhaftig arbeitende Journalisten gibt, die ihr Bestes geben. Einige von ihnen habe ich persönlich kennengelernt.</p>
<p>Anhand dieser Erfahrungen kann ich nur resümieren: zum Glück steht uns diese Technik erst heute zur Verfügung. Welche Verbrechen der Geschichte würden als potentiell manipuliert diskreditiert, hätten wir die technischen Möglichkeiten schon viel früher besessen. Zu dieser Erkenntnis brachte mich vor einigen Wochen ein Besuch in meiner Heimatstadt, Katowice, die nicht weit entfernt von Oswiecim (Auschwitz) liegt.</p>
<p>Vor ein paar Wochen war ich zum ersten Mal in Auschwitz. Neben vielen Einzelbesuchern, fielen mir die zahlreichen israelischen Schulklassen und Soldatentruppen auf. Es waren ziemlich viele, mindestens zehn Gruppen zu jeweils 30 &#8211; 40 Leuten. Ich nehme an, dass ein Besuch in Auschwitz für sie zum historischen Pflichtprogramm gehört, um einmal den Ort des Grauens zu besuchen, an dem ihre Vorfahren so unendliches Leid erfahren haben. Auch für meine Eltern, die in Polen aufgewachsen sind, gehörte ein Besuch in Auschwitz zum Pflichtprogramm. Und natürlich besuchen auch viele Deutsche diesen Ort, um nicht zu vergessen, was Deutsche einst in ihrem Wahn fähig waren an zu richten.</p>
<p>Auschwitz. Dieser Begriff lässt einen erstarren. Man bekommt sofort ein beklemmendes Gefühl und kann nicht anders als unendlich traurig sein, weil man nicht begreifen kann, wie so etwas möglich war. Dass Auschwitz die abscheulichste Tat in der Menschheitsgeschichte ist, darüber herrscht Einigkeit. Genauso wie darüber, dass eine Leugnung eine Ungeheuerlichkeit ist. In Deutschland steht das sogar unter Strafe.</p>
<p>Und ich frage jetzt: was wäre, wenn wir Facebook und Twitter und Photoshop und alle anderen Manipulationsmöglichkeiten schon damals gehabt hätten? Würden wir dann anderes über Auschwitz reden? Würden wir uns dann in gegenseitigen Manipulationsvorwürfen ergehen? So wie es heutzutage fast reflexartig mit allen Bildern, Tonaufnahmen und Kommentaren aus Krisengebieten oder Kriegen geschieht?</p>
<p>Sicherlich werden das die meisten sofort zurückweisen, aber was derzeit an vielen Stellen geschieht folgt genau diesem Muster. Verbrechen, Gewalt, Leid geschehen, es wird darüber berichtet, es gibt Bilder, Tonaufnahmen, Kommentare in sozialen Netzwerken. Und das einzige worum sich die Diskussion dreht, ist der gegenseitige Versuch, den anderen als Manipulator darzustellen. Was und wie etwas wirklich geschah, steht nicht mehr zur Debatte.</p>
<p>Dabei vergisst man leider eins: die Leidtragenden, die Opfer, die man auf den Bildern sieht, auf den Tonaufnahmen hört, in den Kommentaren erwähnt, sind keine digital manipulierte Berechnung. Sie gibt es wirklich und durch das oben skizzierte Verhalten, wird man zu einem Leugner dieses Leids. Einem Leugner, den man an anderer Stelle nicht dulden würde.</p>
<p>Schade, dass der Stand der Technik über Wahrheit entscheidet und nicht gute Recherche.</p>
<p>In diesem Sinne, haltet die Augen weiterhin weit geschlossen.</p>
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		<title>Gefangen in der Sorglosigkeitsökonomie</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Aug 2014 04:58:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit einigen Wochen geht es in der Literaturwelt zur Sache. Zwischen Amazon und einigen großen Verlagsgruppen. Und wie das so bei Auseinandersetzungen ist, bei denen viel Geld auf dem Spiel steht und grundlegende Ansichten aufeinanderprallen: raushalten geht nicht. Man muss sich entscheiden, auf welcher Seite man steht! Seit einigen Tagen positionieren sich viele deutsche Autoren [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einigen Wochen geht es in der Literaturwelt zur Sache. Zwischen Amazon und einigen großen Verlagsgruppen. Und wie das so bei Auseinandersetzungen ist, bei denen viel Geld auf dem Spiel steht und grundlegende Ansichten aufeinanderprallen: raushalten geht nicht. Man muss sich entscheiden, auf welcher Seite man steht! Seit einigen Tagen positionieren sich viele deutsche Autoren im <a href="http://www.fairer-buchmarkt.de/">Aktionsbündnis Fairer Buchmarkt:</a> für einen Buchmarkt, an dem alle, Verlage, Buchhändler, Verlagsautoren auch Amazon und selbstverständlich auch Selfpublisher zu fairen Bedingungen teilhaben sollen. Eine gute Idee, die aber Widerspruch hervorruft, z.B. in Form eines <a href="http://phantanews.de/wp/aartikel/offener-brief-der-selfpublisher-den-buchhandel/">offenen Briefes der Selfpublisher</a>, die die Kritik an Amazon nicht verstehen. Schade! Denn anscheinend überwiegt bei Selfpublishern nach wie vor das Wohlgefallen der Sorglosigkeitsökonomie, in die sie ihre Partnerschaft mit Amazon gebracht hat. <span id="more-1505"></span></p>
<p>Ich glaube nicht, dass es den Begriff &#8220;Sorglosigkeitsökonomie&#8221; gibt. Er klingt aber gut, um eine bestimmte Haltung zu beschreiben, in der sich Selfpublisher befinden und aus der sie sich nicht heraus bewegen wollen: die Sorglosigkeit ökonomisch vorteilhafter Bedingungen. Und die bietet ihnen immer noch Amazon! Kein Verlag. Egal ob groß oder klein. Das kann man leicht recherchieren. Bei Amazon verdienen Selfpublisher an E-Books einfach mehr als bei Verlagen. Punkt. Nur allzu verständlich, dass sie die Kritik an Amazon als vorurteilsbeladenes Bashing stigmatisieren.</p>
<p>Die Logik der Sorglosigkeitsökonomie ist richtig und unwiderlegbar. Sie hat aber einen entscheidenden Fehler: sie ist kurzsichtig und verwechselt Geschäftspartner mit Kunden. In gewisser Weise erinnert sie an die Sorglosigkeit, der man sich hingibt, sobald man einen Riesenauftrag von einem Riesenkunden hat, an dem das ganze Geschäft hängt. Man nimmt den Gewinn gerne mit und gibt gleichsam seine Selbstbestimmung und Handlungsfreiheit ab.</p>
<p>Oftmals hört man von den Selfpublishern das Argument, das Amazon nicht zu kritisieren sei, weil es seinen Kunden die besten Angebote bietet. Das stimmt. Nur bedeutet beste Produkte zu besten Preisen, dass Herstellungskosten, Personalkosten oder Ausgaben für sonstige Produkte und Dienstleistungen, die man &#8220;einkauft&#8221;, gering sind. Selfpublisher sind keine Kunden. Sie sind Geschäftspartner, die noch eine gute Vergütung für ihre Dienstleistung erhalten. Und wie lange noch?</p>
<p>Amazon ist ein Unternehmen, das auf Profit aus ist. Und diesen erreicht man durch geringe Kosten und hohe Umsätze mit möglichst hohen Margen. Da ist es klar, dass irgendwann auch die Vergütung der Selfpublisher angepackt wird. Und dann? Die &#8220;Marktmacht&#8221; des einzelnen Selfpublishers gegenüber Amazon dürfte als nicht existent anzusehen sein, was dazu führen wird, dass sie sich dem Diktat der neuen, schlechteren Bedingungen beugen werden müssen. Und warum? Weil Amazon die Bedingungen diktieren kann. Genau dies passiert gerade in den Auseinandersetzungen mit Verlagsgruppen wie Hachette und Bonnier.</p>
<p>Und genau deshalb suchen die Initiatoren von Bündnissen wie der Aktion Fairer Buchmarkt den Schulterschluss mit allen Betroffenen. Aber hier verweigern sich die Selfpublisher. Und warum? Weil sie nicht betroffen sind! Noch!</p>
<p>Leider ist es die fehlende Abstraktionsfähigkeit von der eigenen aktuellen Situation hin zu dem, was kommen mag, die eine konzertierte Aktion, wie sie in der Politik so gerne genannt wird, verhindert. Nur weil ich derzeit/noch (?) nicht betroffen bin, setzte ich mich nicht mit anderen zusammen. Dabei hätten Selfpublisher gleichsam einen guten Aspekt, den sie in eine konzertierte Diskussion einbringen könnten: die ungerechtfertigte Ignoranz der (stationären) Buchhändler ihnen gegenüber. Diesen Punkt könnten sie als ihr Interesse einbringen, der in einer gemeinesamen Diskussion zu lösen sei. So wie auch die anderen beteiligten Parteien (auch Amazon) ihre Interessenlangen einbringen könnte, um sie so weit es geht, mit allen Beteiligten auszugleichen. Genau dies ist der Ansatzpunkt der Aktion Fairer Buchmarkt.</p>
<p>Doch stattdessen gibt es keinen gemeinsamen Ansatz. Lieber, die falsche Sicherheit, dass man mit Amazon derzeit gute Geschäfte machen kann. Gut, dann noch mal schnell absahnen. Denn vielleicht heißt es schon schneller als man denkt: die fetten Jahre sind vorbei.</p>
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		<title>Das Märchen vom selbstverschuldeten Stress</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Aug 2014 04:17:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Aus einer Antwort des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag ging vor einigen Tagen hervor, dass 2012 die Zahl aller auf psychische Probleme und Verhaltensstörungen zurückgehenden Arbeitsunfähigkeitstage bei rund 61,5 Millionen lag. Ein Rückgang um 3 % im Vergleich zu 2011, ein Anstieg um 83% im Vergleich zu 2001. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Aus einer Antwort des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag ging vor einigen Tagen hervor, dass 2012 die Zahl aller auf psychische Probleme und Verhaltensstörungen zurückgehenden Arbeitsunfähigkeitstage bei rund 61,5 Millionen lag. <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fehlzeiten-wegen-psychischer-belastungen-steigen-stark-a-985340.html">Ein Rückgang um 3 % im Vergleich zu 2011, ein Anstieg um 83% im Vergleich zu 2001</a>. Na und? &#8211; werden Sie achselzuckend sagen und liegen mit dieser Problembeurteilung voll im Trend. Noch lange kein Grund die Pferde scheu zu machen, wie es Jutta Krellmann von der Linksfraktion mit einer &#8220;Anti-Stress-Verordnung&#8221; fordert. Denn leider dominiert in der Diskussion um Arbeitsstress immer noch das Erklärungsmodell der Ignoranten. Und das heißt: selber schuld! <span id="more-1473"></span></p>
<p>Ein Musterbeispiel für die Logik dieses Erklärungsmodells liefert ein <a href="http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/stress-im-job-die-probleme-sind-hausgemacht-a-985400.html">Kommentar von Frank Patalong</a>. Am Anfang steht die lapidar-provokante Chef-Killerphrase, in der &#8211; nach alter sei-mal-ehrlich-Buddy-Manier &#8211; gefragt wird, wann denn der Chef das letzte Mal brüllend und Peitsche schwingend einen zur Schnecke gemacht hätte? Ehrlich geantwortet, Herr Patalong: seit der Abschaffung der Leibeigenschaft eher selten. Aber, es gibt nichts, womit ich nicht rechne.</p>
<p>Nach dieser ausbremsend-herunterspielenden Verbalgrätsche, wird dann direkt im eingestehend-erklärerischen Reflektierton der wahre Grund für Stress und psychische Belastungen am Arbeitsplatz aus dem Hut gezaubert: man selbst. Macht Sinn! Schließlich ist man ja Schmied seines Glücks. Und wenn&#8217;s der Schmied eben nicht so gut kann, wird&#8217;s stressig.</p>
<p>Natürlich ist die Erklärung mit dem Schmied noch nicht ganz deutsch-tauglich. Denn für den deutschen Arbeitnehmer muss das Ganze noch mit etwas mehr Ethik- und Tugend-Hokus-Pokus angereichert werden. Was dann prompt folgt: so sind wir genau genommen selber schuld wegen der deutschen Arbeitsethik, die uns nötigt über die eigenen Grenzen zu gehen. Weil eben Fleiß und Leistungsbereitschaft zu unserem Wertekanon gehören und wir den genetischen Code von Arbeitsbienen in uns tragen, die Unabkömmlichkeit am Arbeitsplatz als Erfüllung verstehen. Ach so! Und ich war davon ausgegangen, dass man irgendetwas ändern könnte. Aber wenn es in unserer Natur liegt, da kann man wohl nichts machen.</p>
<p>Aber weshalb denke ich denn überhaupt kritisch über diese Thematik nach? Wenn es mir doch in die Wiege gelegt wurde und ich eigentlich gar nicht anders kann. Vielleicht weil man soziale und psychische Phänomene gar nicht naturwissenschaftlich-deterministisch für alle Menschen vorerklären kann, Herr Patalong?</p>
<p>Einen Ausweg aus dem Dilemma bleibt der Artikel natürlich nicht schuldig und erreicht gleichsam den Gipfel der esoterischen Wagheit: sich mal öfter fragen, was wichtig für einen ist? Aha! Mal was ganz neues. Und was mache ich dann mit der Antwort? Oder ist die vielleicht gar nicht wichtig? Hauptsache man denkt ab und an mal darüber nach.</p>
<p>Offen gesprochen, habe ich keine Lust mehr auf diese Art von Diskussionsverzerrung. Wenn man über das Thema Arbeitsstress eine gesellschaftliche Diskussion anstoßen möchte, dann sollte dies mit dem Eingeständnis beginnen, dass wir oder die Gesellschaft oder die Arbeitswelt ein Problem haben. Nicht ich oder du oder der einzelne. Da mag dann auch ein Frank Patalong teilweise Recht haben, dass einzelne sich dabei selbst verausgaben, weil sie wie Arbeitsbienen agieren. Nur, diese empfinden den Arbeitsstress nicht als schlimm. Wer sich verausgabt und Stress aussetzt, weil er das so will, der fühlt sich erst einmal gut. Wichtig. Gebraucht. Unabkömmlich. Es geht aber um die anderen.</p>
<p>Um diejenigen, die im Büro nicht mehr mitkommen. Die abends nach Hause kommen und keine Lust mehr haben, noch irgendetwas zu unternehmen. Die antriebslos auf der Couch einschlafen. Sich immer müde fühlen. Deren Gedanken stets um die Arbeit kreisen, weil sie nicht abschalten können. Die ihren Frust mit nach Hause nehmen und an ihren Familien auslassen. Die sich vielleicht sogar am Wochenende zu Hause verkriechen. Denen die Arbeit das Privatleben schlicht vermiest.</p>
<p>Wenn wir uns auf diese Diskussion einlassen, dann werden irgendwann auch die richtigen Fragen gestellt und beantwortet: warum alle drei Jahre eine Umstrukturierung durch die Unternehmen fegt, obwohl die Berater selbst sagen, dass es fünf Jahre braucht, damit sich eine neue Struktur eingelebt hat? Weshalb neue Programme mit <a href="http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/karriere-glosse-nach-diktat-verreist-power-saetze-von-managern-a-984071.html">Power-Motto</a> eingeführt werden, Entscheidungsträger diese wie wildgewordene Hühner propagieren und sich später doch nichts ändert? Warum Regelungen (auch gerne Policies genannt) niedergeschrieben und verbreitet werden, während man nur damit beschäftigt ist, für jeden einen Sonderfall zu kreieren? Warum Fachexperten komplizierte Sachverhalte analysieren, strukturieren und bewerten müssen, die dann von hierarchisch höhergestellten Personen vereinfacht, ihres Wirkungszusammenhanges beraubt dargestellt werden und sich am Ende alle wundern, weshalb etwas ganz anderes rausgekommen ist, als es Charts und Vier-Felder-Tabelle prognostiziert haben. Warum es selbstverständlich ist, seinen Web-Access abends zu Hause zu nutzen, um Emails zu versenden, die am nächsten Morgen schon eine Bearbeitung innerhalb weniger Minuten fordern?</p>
<p>Wenn wir irgendwann einmal dazu übergehen, diese Fragen anzusprechen und dafür eine Antwort zu finden, kommen wir dahinter, was der Grund für eine erhöhte psychische Belastung am Arbeitsplatz ist. Man selbst ist nicht immer der Grund. Aber stets der Betroffene.</p>
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		<title>Am Ende der Integrationsbereitschaft</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Aug 2014 05:27:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaftsstraße]]></category>
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		<description><![CDATA[Es hat nicht viel gefehlt und die Geschichte hätte Christian Wulff Recht gegeben. Nicht darin, dass er doch der fähigste Bundespräsident aller Zeiten gewesen ist. Davon muss die Geschichte ihn nicht erst überzeugen. Sondern in einer Behauptung, die er in seiner Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit aufstellte: Sie wissen schon, das mit Deutschland [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es hat nicht viel gefehlt und die Geschichte hätte Christian Wulff Recht gegeben. Nicht darin, dass er doch der fähigste Bundespräsident aller Zeiten gewesen ist. Davon muss die Geschichte ihn nicht erst überzeugen. Sondern in einer Behauptung, die er in seiner Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit aufstellte: Sie wissen schon, das mit Deutschland und dem Islam, dass beide zusammengehören. Mithat Gedik wäre der Schützenkönig-gewordene Beweis gewesen, das Wulff Recht hatte. Wenn, ja wenn seine Krönung nicht diese mediale Aufmerksamkeit erregt hätte, sondern völlig unbeachtet, weil selbstverständlich von Statten gegangen wäre. Leider hatte der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) etwas dagegen.<span id="more-1453"></span></p>
<p>Mal ehrlich: Moslem und Schützenkönig. Mehr Integration geht nicht, oder? Da komme ich mir als Spätaussiedler, der zu Hause mit den Eltern ausschließlich Polnisch spricht, lieber Wurst vom Schlesier als aus dem Supermarkt isst und in der Gemeinde keineswegs irgendwie ehrenamtlich aktiv ist, vor wie ein Integrationsverweigerer. Dabei liefert die bisherige Biographie von Mithat Gedik auch ohne abgeschossene Königskette schon genügend Beweise dafür, dass Integration gelingen kann: <a href="http://www.spiegel.de/panorama/schuetzenverein-muslim-mithat-gedik-darf-kein-schuetzenkoenig-sein-a-984280.html">katholische Religion als Abiturfach, mit einer Katholikin glücklich verheiratet, vier Kinder, kaufmännische Ausbildung, Niederlassungsleiter und aktiv bei der freiwilligen Feuerwehr.</a> Und nun auch noch Schützenkönig. Integration in die Seele des deutschen Brauchtums! Selten konnte ein Moslem so deutsch werden!</p>
<p>Vermutlich ist dies auch den Herren vom BHDS aufgefallen. Und das macht natürlich Angst. Ein Moslem soll Schützenkönig werden? Integration total? Gleiche Traditionen für alle? Auch für die, die nicht ein Kreuz anbeten? Plötzlich steht man an der Speerspitze der Integrationsavantgarde, die nicht nur redet, sondern auch handelt, Dinge verändert. Und das, ohne das einer gefragt hat, ob man das auch will. Da muss natürlich die Notbremse gezogen werden.</p>
<p>Und immer, wenn in Deutschland jemand partout etwas nicht will, auch wenn es keine logischen Argumente gibt, die ihn in seiner Haltung unterstützen, sondern nur weil es ihm  innerlich widerstrebt, werden zwei Totschlagargumente aus dem traditionellen Hut gezaubert: die Satzung und Gott! Wobei der Eindruck entsteht, dass Letzterer die erste geschrieben hätte. Deshalb ist eine Satzung auch nicht einfach nur eine Sammlung von Vorschriften, die sich eine Zusammenkunft von Vereinsmitgliedern irgendwann einmal gegeben hat. Es ist papiergewordene Ewigkeit, die alles überdauern, aber um Gottes Willen nicht an die sich veränderte Realität angepasst werden darf. Und wenn da eben drin steht, dass einer nur Schützenkönig werden kann, wenn er Christ ist, dann ist das eben so. Wenn da gestanden hätte, dass nur der Schützenkönig werden darf, der gelbe Unterhosen trägt, dann wäre das eben auch so. Richtig. Unhinterfragt. Ewig gültig.</p>
<p>Und gleichsam kommt noch die Religion ins Spiel, die dazu benutzt wird, Unsinnigkeiten, die in einer niedergeschriebenen Zettelsammlung festgehalten sind, mit dem notwendigen moralischen Unterbau zu versehen. Wozu das führt, sieht man in einem <a href="http://www.spiegel.de/panorama/trennung-von-staat-und-kirche-ein-plaedoyer-a-984850.html">Kommentar von Frank Patalong</a>, in dem der Autor die Meinung vertritt, dass die Religion den Gläubigen über den Andersgläubigen stellt und Außenseiter ausgrenzt. Nein, das tut sie nicht! Sie wird oftmals nur als Pseudoargument dafür benutzt um das individuelle Machtstreben einzelner rückwärtsgewandter, machthungriger Kleingeister zu legitimieren. An sich hat sie aber nicht dieses Streben.</p>
<p>Letztlich zeigt diese Schützenkönig-Posse nur, dass Integration an ihre Grenzen stößt. Und zwar nicht, weil die, die hierhergekommen sind, sich verweigern, sondern weil diejenigen, in deren Gemeinwesen man sich integrieren will, eine letzte unüberwindbare Barriere aufstellen, um dies zu verhindern. Und genau dafür steht das Beispiel des Mithat Gedik: er hat alles &#8220;richtig&#8221; gemacht und wollte auch noch das letzte Stückchen Teilhabe, aber hier zog der BHDS eine Grenze (, auf die er zwar inzwischen nicht mehr besteht, die er aber nur ein wenig verschoben hat. Ehrliche Einsicht sieht anders aus).<!--more--></p>
<p>Integration kann wunderbar gelingen. Maximal sind aber wohl 90% drin. Und diese 90% sind die neuen 100%. Der Rest bleibt eine wirre, rückwärts gewandte Parallelgesellschaft, in die sich die zurückziehen, die sich durch Integration der anderen irgendwie bedroht fühlen. Und deren Gedankengut hoffentlich irgendwann Vergangenheit sein wird.</p>
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		<title>Bravo Bremen</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jul 2014 04:32:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Sportplatz]]></category>
		<category><![CDATA[Bremer Senat]]></category>
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		<category><![CDATA[DFL]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon eine ganze Weile gab es fußballerisch aus Bremen keine guten Nachrichten mehr. Man muss nur mal die letzte Bundesligasaison Revue passieren lassen, um zu wissen was ich meine. Umso erfreulicher, dass Bremen endlich wieder für Furore sorgt. Zwar nicht mit einem Kantersieg gegen eine große Mannschaft in der Saisonvorbereitung. Dafür mit einer mutigen Entscheidung [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Schon eine ganze Weile gab es fußballerisch aus Bremen keine guten Nachrichten mehr. Man muss nur mal die letzte Bundesligasaison Revue passieren lassen, um zu wissen was ich meine. Umso erfreulicher, dass Bremen endlich wieder für Furore sorgt. Zwar nicht mit einem Kantersieg gegen eine große Mannschaft in der Saisonvorbereitung. Dafür mit einer mutigen Entscheidung gegenüber DFB und DFL.<span id="more-1438"></span></p>
<p>Ok. Es stimmt natürlich, dass es gar nicht der Verein ist, der Mut bewiesen hat, sondern der Bremer Senat. Der Verein ist der klugen Entscheidung seiner Landesregierung, <a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/polizeieinsaetze-im-fussball-dfl-soll-zahlen-a-982324.html">die DFL zukünftig finanziell an den Kosten von Polizeieinsätzen bei Risikospielen zu beteiligen</a>, sogar <a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/bremen-gegen-dfl-und-dfb-polizeieinsaetze-bei-risikospielen-a-982466.html">kritisch</a> eingestellt. Das ändert trotzdem nichts an der Tatsache, dass dem Bremer Senat Respekt zusteht, vor allem weil er sich trotz der reflexartigen Gegenreaktion von DFB und DFL nicht von seinem Vorhaben abbringen lässt.</p>
<p>Diese bestand nämlich darin, das für November geplante EM-Qualifikationspiel zwischen Deutschland und Gibraltar nach Nürnberg zu verlegen. Sozusagen Outsourcing in eine Niedrigkostenstadt. Ganz in einer kindisch-beleidigten, herrischen Art, die offenbart, dass DFB und DFL von einem ganz kruden Herr-Hündchen-Verhältnis bei der Ausrichtung von Länderspielen ausgehen.</p>
<p>Immer dann, wenn man seine Muskeln spielen lassen und davon ablenken will, dass so eine peinliche Reaktion lediglich diejenigen trifft, die angeblich besonders wichtig für den Sport sind &#8211; die Fußballfans &#8211; wird sich dann noch zur Untermauerung der Falschheit der Gegenseite auf die Verfassung berufen: &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/dfb-verlegt-gibraltar-spiel-von-bremen-nach-nuernberg-a-982912.html">Wir haben aber eine klare Vereinbarung mit der Innenministerkonferenz, dass wir unsere Präventivmaßnahmen verstärken und im Gegenzug die aus unserer Sicht verfassungswidrige Kostenbeteiligung an Polizeieinsätzen weiterhin nicht thematisiert wird</a>&#8220;, meinte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. Natürlich: verfassungswidrig! Als Drohadjektiv, das Billy-Regal unter den Kampfansagen.</p>
<p>Doch mit dieser Aussage gibt der DFB-Präsident lediglich Preis, was für ein <a href="http://www.wdr2.de/aktuell/klartext/laenderspielbann102.html">abstruses Demokratieverständnis</a> er hat: eine einmal getroffene Vereinbarung beendet für alle Zeiten kritisches Nachdenken. Nein, Herr Niersbach, das tut sie nicht! Außerdem habe ich noch mal im Grundgesetz nachgeschaut. Dort steht nichts von einem Recht auf Kostenabwälzung auf andere.</p>
<p>Der Bremer Senat hat eine Entscheidung gefällt und sich mutig gegen eine eingelebte Regelung gestellt, die er für falsch hält. Dafür zahlen die Fußballfans in Bremen einen Preis. Das ist bitter für die Fans, aber notwendig und wichtig. Denn nur, wenn man die Erfahrung macht, dass jemand trotz Nachteilen an seiner Ansicht festhält, kann eine Basis für Veränderung entstehen.</p>
<p>Es ist zu hoffen, dass auch andere Städte dieses Beispiel beobachten, sich damit auseinandersetzen und bald diesem folgen. Wo einer den ersten Schritt gemacht hat und standhaft bleibt, können andere mitmachen, die sich selbst nicht getraut hätten. Und vielleicht haben wir ja irgendwann einmal <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/einsatzkosten-fussballspiele-102.html">Schweizer Verhältnisse.</a> Dem Fußball würde es gut tun.</p>
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		<title>Warum nur die Schuldfrage weiterführt</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jul 2014 07:28:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Stellen wir uns einmal folgendes Szenario vor: Sie wachen nachts auf, weil sie glauben verdächtige Geräusche in Ihrer Wohnung zu hören. Sie vermuten Einbrecher hätten sich Zutritt verschafft. Trotz Angst greifen Sie nach einem Gegenstand, z.B. einem Tennisschläger, den Sie als Waffe benutzen können und schleichen aus dem Schlafzimmer. Im Flur sehen Sie einen vorbei [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Stellen wir uns einmal folgendes Szenario vor: Sie wachen nachts auf, weil sie glauben verdächtige Geräusche in Ihrer Wohnung zu hören. Sie vermuten Einbrecher hätten sich Zutritt verschafft. Trotz Angst greifen Sie nach einem Gegenstand, z.B. einem Tennisschläger, den Sie als Waffe benutzen können und schleichen aus dem Schlafzimmer. Im Flur sehen Sie einen vorbei huschenden Schatten. Und schlagen zu! Nachdem das Licht angeht, erkennen Sie bitterlich Ihren Fehler: es war kein Einbrecher, sondern jemand aus Ihrer Familie.<span id="more-1429"></span></p>
<p>Würde es in diesem Fall jemanden wundern, wenn man Sie dafür anklagen würde? Etwas seltsamer wäre es da schon, wenn man Ihren Onkel anklagen und ihm die Schuld für den Vorfall geben würde, nur weil er ihnen den Tennisschläger geschenkt hat und ihnen eingeredet hat, man müsse sein Hab und Gut jederzeit verteidigen, sobald man es in Gefahr wähnt. Letzteres ist leider die Logik, nach der die Schuldfrage nach dem Abschuss des Malaysian Airline Fluges MH17 thematisiert wird.</p>
<p>Und die ist schnell geklärt. Russland und insbesondere <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/mh17-malaysia-airlines-putins-wirklichkeitsverlust-a-982325.html">Wladimir Putin</a> sind Schuld, weil sie den prorussischen Rebellen in der Ost-Ukraine die entsprechenden Waffensysteme zum Abschuss von Militärflugzeugen geliefert haben. Mit dieser Argumentation wird die Schuldfrage jedoch von der eigentlichen Tat abgelöst und auf eine politisch-symbolische Ebene gehoben. Und dies ist zynisch! Vor allem gegenüber den Angehörigen der Opfer.</p>
<p>Denn was dann passiert hat nichts mehr mit der Aufklärung der Tat zu tun. Das Ereignis wird zum Spielball der Medien, wird in einseitigen Darstellungen neu interpretiert und von der Gegenseite jeweils als Propaganda dargestellt. Bald scheint es beinahe so, als ob es keine Rolle mehr spielt, wer der wirkliche Täter war, da die Schuldfrage in angrenzende Felder diffundiert und sich dann nur noch um Aspekte dreht wie die Verlegung der <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/malaysia-airlines-mh17-streit-ueber-ausrichtung-von-wm-in-russland-a-982426.html">Fußball WM 2018</a>, oder die <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/malaysia-airlines-mh17-niederlande-wollen-putins-tochter-ausweisen-a-982630.html">Ausweisung der Tochter Wladimir Putins</a>. Die Tat und die Frage der Schuld werden zu einer  medialen, kommunikativen Knetmasse, die immer wieder verformt wird, so dass jeder seine Wahrheit daraus erschaffen kann. Sei sie auch <a href="http://www.rhein-zeitung.de/nachrichten/deutschland-und-welt_artikel,-Fake-Brief-ueber-heimliche-Blogger-trollt-den-Axel-Springer-Verlag-_arid,1184676.html#.U9JdYUgdozk">ganz bewusst gefälscht</a>.</p>
<p>Wozu das alles letztlich führt, kann man an einem <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/malaysia-airlines-mh17-und-putin-jakob-augstein-ueber-die-schuldfrage-a-982680.html">Kommentar von Jakob Augstein</a> sehen, dessen Kommentare ich sonst immer sehr schätze: demnach sei die Schuldfrage am Abschuss des Malaysian Airline Fluges MH17 nicht zu klären, da eine multipolare Welt, eine multipolare Moral mit sich bringe.</p>
<p>Und das halte ich nicht nur für völlig falsch sondern auch gefährlich! Sollen wirklich Wahrheit und Gerechtigkeit vor der Tatsachenfeststellung der medial geschaffenen Multimoralität kapitulieren? Dann können wir die Gültigkeit von Strafgesetzbüchern direkt auf bestimmte Kreise beschränken: nämlich nationale Tragweite und Otto-Normalbürger!</p>
<p>Zudem geht es immer noch darum, dass sich die Diskussion um den falschen Schuldigen dreht: den politisch-symbolischen. Ob tatsächlich <a href="http://www.spiegel.de/panorama/malaysia-airlines-mh17-hinterbliebene-appellieren-an-putin-a-982168.html">für alle Angehörigen Russland oder Wladimir Putin Schuld</a> sind, vermag ich nicht zu sagen. Vielleicht sind aber auch einige nur daran interessiert, den tatsächlichen Täter zu finden und seiner Strafe zuzuführen: der, der das Raketensystem bedient hat und der, der den Befehl zum Feuern gegeben hat. Denn nur diese trifft eine direkte Schuld!</p>
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		<title>Alle gegen Amazon, niemand für neue Businessideen</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jul 2014 13:22:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es ist nicht leicht in der aktuellen Kontroverse um Amazon eine differenzierte Sichtweise einzunehmen. Eine, die nicht mit Begriffen wie Bücherkrieg, Untergang des Kulturguts Buch oder Invasion durch einen fast schon dämonischen Gegner spricht, der seit Jahren an einem Masterplan arbeitet, die gesamte Buchbranche unter Kontrolle zu bringen. Ich versuche es trotzdem. Denn letztlich bringt [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist nicht leicht in der <a href="http://www.spiegel.de/kultur/literatur/boersenverein-legt-beschwerde-beim-bundeskartellamt-ein-a-977153.html">aktuellen Kontroverse</a> um Amazon eine differenzierte Sichtweise einzunehmen. Eine, die nicht mit Begriffen wie <a href="http://www.spiegel.de/kultur/literatur/amazon-in-usa-buecherkrieg-gegen-verlage-wie-hachette-a-977345.html">Bücherkrieg</a>, Untergang des Kulturguts Buch oder <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/themen/wir-brauchen-widerstand-gegen-amazons-invasion-13023459.html">Invasion</a> durch einen fast schon dämonischen Gegner spricht, der seit Jahren an einem Masterplan arbeitet, <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/digitaler-wandel-alles-wird-amazon-13027839.html">die gesamte Buchbranche unter Kontrolle</a> zu bringen. Ich versuche es trotzdem. Denn letztlich bringt die andere Sichtweise gar nichts. Sie zementiert nur den Status Quo: eine marktbeherrschende Position Amazons. Dass es so weit gekommen ist, liegt nicht nur an der &#8220;Stärke&#8221; von Amazon. Sondern auch an der &#8220;Schwäche&#8221; der althergebrachten Akteure des Buchmarkts, die erste erst richtig zur Geltung bringt. Folglich gilt es jetzt die richtigen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen.<span id="more-1401"></span></p>
<p>Die heißen natürlich: <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/amazon/wir-brauchen-widerstand-gegen-amazons-invasion-13023459-p2.html">Widerstand</a>. Wenn das mal so einfach wäre. Denn wie dieser Widerstand funktionieren kann, wie er organisiert werden soll, da sind sich die Akteure noch nicht einig. Vielleicht klappt es ja, wenn man <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/amazon/widerstand-in-amerika-der-kampf-gegen-amazon-beginnt-13042227-p2.html">Medien und Prominente</a> für sich gewinnt, die Stimmung machen. Auf keinen Fall sollte es <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/apple-streit-um-e-book-preisbindung-endet-mit-vergleich-a-975690.html">&#8220;old-school&#8221;-mäßig</a> laufen: über Preisabsprachen in Hinterzimmern, um Amazons Marktmacht zu brechen. Das läuft nur darauf hinaus, dass man die Kartellbehörden im Nacken hat, eine deftige Strafe aufgebrummt bekommt und sich Amazon ob so dummer &#8220;Anfängerfehler&#8221; ins Fäustchen lacht.</p>
<p>Die Debatte um Amazon ist seltsam. Seltsam zum einen, weil sie an einem bestimmten Ort geführt wird: im <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/die-amazon-gefahr-warum-unsere-buchverlage-angst-haben-muessen-13021089.html">Feuilletonteil</a> bekannter, überregionaler Zeitungen. Hier wird analysiert, soziologisiert und was am merkwürdigsten ist: <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/digitaler-wandel-alles-wird-amazon-13027839.html">historisiert</a> und futurisiert. Amazons Erfolg der Vergangenheit wird als logischer, gradliniger, checklistenartiger Weg ins Jetzt dargestellt. Die Zukunft, d.h. das zukünftige Verhalten der Akteure als naturwissenschaftliche-logische Folge der Entscheidungen im Jetzt. Alles schöne Denksportaufgaben. Sie taugen aber nicht, um daraus Lösungen zu generieren. Sie schüren nur das Gerede über die Problem-Ist-Situation.</p>
<p>Zum anderen ist die Debatte deswegen seltsam, weil die Akteure der Buchbranche einen Zustand beklagen, von dem sie bisher doch eigentlich profitiert haben. Oder? Immerhin ist Amazon größter Kunde der Verlage, bietet ihnen als Online-Buchhändler einen unendlich großen Vertriebskanal, so dass die Verlage hierdurch ordentliche Umsätze und Gewinne machen konnten. Und darüber anscheinend vergessen haben, wie &#8220;Business&#8221; funktioniert. Grundsätzlich. Und im Besonderen im 2.0 Zeitalter.</p>
<p>Es mag Gründe geben, logische wie unlogische, warum man sein Schicksal in die Hände eines Großkunden gibt. Auf Dauer fährt man damit aber nicht gut. Man begibt sich in eine Abhängigkeit, die einen in die Situation führt, in der man heute ist. Denn Amazon ist gar nicht der größte Kunde. Er ist der größte Konkurrent. Weil Amazon sich nicht auf die Rolle des Buchhändlers beschränkt hat, sondern immer mehr verlegerische Tätigkeiten an sich zieht, diese mit den Möglichkeiten digitaler Kommunikationsmedien verbindet und damit das Geschäftsmodell &#8220;auf den Kopf gestellt hat&#8221;. Um das zu erkennen genügt ein Blick in den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amazon.com">Wikipediaeintrag</a> von Amazon. Rubrik Geschichte.</p>
<p>Amazon greift um sich. Expandiert. Schluckt weitere Firmen und wächst und wächst und wächst. Falsch!!!!! Es integriert Dienstleistungen und Angebote, um daraus neue Dienstleistungen und Angebote zu entwickeln. Das nennt man Innovation. Und das in der Buchbranche. Amazon hat nämlich seit eh und je etwas mit Büchern gemacht.</p>
<p>Irgendwie erscheint mir der aktuelle Aufschrei in der Buchbranche wie der schiefe Singsang nach jahrelanger Vogel-Strauß-Politik. Hat man allen Ernstes geglaubt, dass Amazon die gigantische Verkaufsplattform ist, die alle an den neuen Möglichkeiten und Verkaufserfolgen des digitalen Zeitalters teilhaben lassen wird? Falls ja, würde ich mir überlegen die Mitarbeiter sämtlicher Business Development Abteilungen in den Verlagen kollektiv zu entlassen, weil sie ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben.</p>
<p>Aber das bringt einen ja auch nicht weiter. Vielleicht würden die Entlassenen sogar einige Wochen später bei Amazon anheuern. Denn Amazon ist auch ein guter Arbeitgeber. Zumindest für hochqualifizierte Wissensarbeiter, Fachrichtung IT. Ich kenne sogar einige persönlich. Und hier schließt sich die nächste Merkwürdigkeit in der Kontroverse um Amazon an: das vermeintlich positive Image Amazons bei Autoren. Amazon der Freund und Helfer, der die Autoren aus der Knechtschaft der Verlage befreit, der die Autoren zu Verleger ihrer Selbst macht, bei dem man viel mehr oder sogar <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/amazon/amazons-falsche-charmeoffensive-im-buecherkampf-13035943.html">enorm viel mehr</a> verdienen kann als bei traditionellen Verlagen.</p>
<p>Hat Amazon Recht? Leider ja. Dass die meisten Autoren mit den Bedingungen bei ihren Verlagen unzufrieden sind, konnte man erst kürzlich in einer <a href="http://autoren-auteurs-autori-authors.org/">Befragung</a>, die Anfang 2013 vom VS sowie Autorenverbänden aus der Schweiz und Österreich durchgeführt wurde, nachlesen. Ist Amazon die Lösung für Autoren? Natürlich nicht! Denn Amazon ist in dieser Beziehung verlegerisch tätig. Die Autoren, die jetzt gerade auf den Self-Publishing-Zug aufspringen und damit gute und vielleicht sogar bessere Erfahrungen machen als mit traditionellen Verlagen, machen dies zu einer Zeit, in der die Bedingungen (z.B. prozentuale Beteiligung) noch vergleichsweise hoch sind. Glaubt man allen Ernstes, dass dies so bleiben wird? Zumal, wenn Amazon seine Macht und Position im Markt noch weiter ausbauen wird?</p>
<p>Als Gegenargument las ich kürzlich etwas unglaublich <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/amazon/wir-brauchen-widerstand-gegen-amazons-invasion-13023459-p2.html">Blödes</a>: hier wurde zur Beruhigung, dass Amazons zukünftiger Machtzuwachs nicht unbedingt zu schlechteren Bedingungen für die Autoren und einer Eindämmung des Buchangebots führen wird, der Vergleich mit der Supermarktkette WalMart gezogen, die in den USA in vielen Städten &#8220;ein Monopol der Lebensmittelversorgung besitze, aber die Preise konstant niedrig halte&#8221;. Hier verwechselt wohl jemand Kunden mit (freien) Mitarbeitern.</p>
<p>Was ich an diesem Aspekt der Diskussion nicht verstehe: warum gelingt es nicht Amazon-Nachteile (kein Service, keine Beratung beim Buchverkauf) aufzugreifen und diese zu eigenen verkaufsfördernden Gegenargumente auszuwalzen? Macht Amazon ja auch. Vielleicht weil nur darüber geredet und nichts gemacht wird. Und weil alles, was mit IT, E-Books, Internet, Web 2.0 zu tun hat, für die Verlage immer noch so unverständlich ist wie das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Voynich-Manuskript">Voynich-Manuskript</a>.</p>
<p>Eine Lösung kann sicherlich so aussehen, wie es Sibylle Berg in ihrer <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/sibylle-berg-ueber-amazon-buchmarkt-literaturbetrieb-und-medienkrise-a-980269.html#spRedirectedFrom=www&amp;referrrer=">Kolumne</a> beschreibt. Wobei ich bezweifle, dass man einfach mit einigen IT-Cracks ins Silicon Valley fahren kann und einem dort der neue Geistesblitz für eine Geschäftsidee oder ein neues Produkt einfach so über den Weg läuft. Dennoch liegt hier die Antwort: in den neuen Medien. Produkte und Dienstleistungen, die online verfügbar gemacht werden. Einige amerikanischen Verlage habe <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/amazon-jetzt-schlagen-die-verlage-zurueck-13037546.html">gerade damit angefangen</a>.</p>
<p>Natürlich bricht man damit nicht gleich die Vormachtstellung Amazons auf. Im Gegenteil: vielleicht ist es nur ein Strohfeuer, das sogleich wieder vom großen Konkurrenten ausgelöscht wird. Daher sollte man zuerst in sich gehen und vielleicht den simplen Rat so mancher (Zufriedenheits)Coaches befolgen und eine simple Liste erstellen: mit Vor- und Nachteilen des eigenen Geschäfts, mit den Wünschen der Leser, mit den Sorgen der Autoren und sich dann überlegen: welche Produkte und Dienstleistungen können wir dafür anbieten? Wo kann man Mehrwert schaffen? Wo können wir besser sein? Und dies IT-unterstützt, einfach bedienbar. Leicht zugänglich. Dazu braucht man natürlich kreative Leute, die auch noch über das nötige Know-How verfügen. Aber, die gibt es.</p>
<p>Kreativität, eingebettet in digitale Medien ist der Nährboden des Widerstandes. Amazon selbst hat es vorgemacht. Und das können die anderen Akteuere auch. Denn beides gehört nicht Amazon allein.</p>
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		<title>Eine vern(i)ebelte Debatte</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jul 2014 04:30:48 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Seit ein paar Tagen dürfen wir uns wieder aufregen, nachdem bekannt wurde, dass der ehemalige Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel als Lobbyist zu Rheinmetall geht. Journalisten, politische Kontrahenten und sogar Parteifreunde (aber nur die, die nicht mehr im politischen Betrieb aktiv sind) stimmen jetzt das Empörungslied an, um der Bevölkerung zumindest symbolisch zu zeigen, dass sich &#8220;so [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Seit ein paar Tagen dürfen wir uns wieder aufregen, nachdem bekannt wurde, dass der ehemalige Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/dirk-niebel-wird-ruestungslobbyist-a-978566.html">als Lobbyist zu Rheinmetall</a> geht. <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/niebel-kommentar-wechsel-zu-rheinmetall-stinkt-und-aergert-fdp-a-978609.html">Journalisten</a>, <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/niebel-heftige-kritik-an-wechsel-zu-rheinmetall-a-978713.html">politische Kontrahenten</a> und sogar <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fdp-politiker-baum-rechnet-mit-niebel-ab-a-978815.html">Parteifreunde</a> (aber nur die, die nicht mehr im politischen Betrieb aktiv sind) stimmen jetzt das Empörungslied an, um der Bevölkerung zumindest symbolisch zu zeigen, dass sich &#8220;so etwas nicht gehört&#8221;. Deshalb müssen auch Regeln her, die alles besser, erträglicher und vor allem verständlicher machen. <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wirbel-um-waffenlobbyist-niebel-debatte-um-karenzzeit-regelung-a-978776.html">Karenzzeit</a> heißt das Zauberwort, das in Wirklichkeit eine Ablenkungslösung ist, weil sie den Kern des Problems nicht trifft. Ginge es nämlich nur um eine Karenzzeit, hätte sich Dirk Niebel aktuell sogar formal absolut korrekt verhalten.<span id="more-1381"></span></p>
<p>Die Karenzzeit, die uns einen Wechsel von Politikern in die Wirtschaft nicht mehr ganz so nach Kuhhandel riechend erscheinen lassen soll, beträgt zwölf Monate. Warum? Keine Ahnung. Irgendjemand wird sich diesen Zeitraum schon ausgedacht und dann festgestellt haben, dass dies ja auch lange genug ist. Sei&#8217;s drum.</p>
<p>Dirk Niebel war im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kabinett_Merkel_II">Kabinett Merkel II</a> bis zum 17.12.2013 Bundesentwicklungsminister. Frühestens ab dem 01.01.2015 soll er als Lobbyist bei Rheinmetall anfangen. Dazwischen liegen exakt 12 Monate und 14 Tage. Karenzzeit erfüllt. Ohne, dass es eine niedergeschriebene Regel gibt. Also, warum regen wir uns überhaupt auf? Vermutlich weil sich manche nicht durch formale Beruhigungspillen abspeisen lassen, sondern auf den Sinngehalt dessen achten, was da passiert.</p>
<p>Das ist zum einen eine moralische Frage: kann man es mit seinem Gewissen vereinbaren von einer Organisation, zu dessen <a href="http://www.bmz.de/de/was_wir_machen/ziele/index.html">Zielen</a> es u.a. gehört dem &#8220;Ideal einer Welt ohne gewaltsame Konflikte&#8221; näher zu kommen, zu einem Unternehmen zu wechseln, das mit dem Fortschreiten gewaltsamer Konflikte Geld verdient? Zumindest sollte man über diese Frage nachdenken und die Antwort vor sich rechtfertigen können. Vielleicht hat auch Dirk Niebel das getan und möglicher Weise einige Sekunden mit sich gerungen, bevor er eine Entscheidung traf. Man weiß es nicht.</p>
<p>Zum anderen ist es eine inhaltliche Frage: weshalb sind Politiker nach ihrer Abgeordneten- bzw. Ministerkarriere derart &#8220;spezialisiert&#8221;, dass sie nur noch einen Job wahrnehmen können: Kontaktvermittler zwischen Wirtschaft und Politik. Gibt es da sonst gar nichts mehr?</p>
<p>Niemand würde sich aufregen, wenn ehemalige Abgeordnete oder Minister wieder als Rechtsanwalt, Lehrer, Personalchef, Controllingleiter oder von mir aus als Gastredner arbeiten würden. Dann könnten sie dies auch sofort nach ihrem Ausscheiden machen und man bräuchte nicht Karenzzeiten erfinden, die über den Verdacht, man habe schon während der Zeit als Politiker für die zukünftigen Interessen gearbeitet, Gras wachsen lassen sollen. Das schaffen sie sowieso nicht. Auch nicht die ominöse zwölfmonatige Karenzzeit, denn die Anbahnung eines zukünftigen Engagements als Lobbyist kommt ja nicht von jetzt auf gleich. Auch nicht im Fall Niebel. Wir haben Anfang Juli und über die Personalie ist schon längst entschieden worden. Wann gab es also die erste Anfrage dazu?</p>
<p>Brauchen wir also eine Art &#8220;Wettbewerbsverbot&#8221; wie man es aus Arbeitsverträgen kennt? Das Verbot von der Gemeinwohlseite zur Interessenseite zu wechseln? Wieso nicht? Es wäre eine klare Einschränkung und ein Bekenntnis. Dies wäre nicht zwingend für alle Politikerebenen notwendig. So viele Lobbyistenjobs gibt es nun auch wieder nicht und nicht jeder ehemalige Hinterbänkler ist für Unternehmen interessant. Zumindest für die Ministerriege sollte es gelten.</p>
<p>Das wäre ein ernsthafter Schritt, der im Sinne des Gemeinwohls und gegen einzelne Interessen wäre. Dann könnten wir es uns auch ersparen zu glauben, formalisierte Zeitspannen hätten irgendetwas mit Gerechtigkeit und Fairness zu tun.</p>
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		<title>Im Paradies der kleingeistigen Intoleranz</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jun 2014 04:13:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gerechtigkeitsschublade]]></category>
		<category><![CDATA[Höhlenrettung]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Westhauser]]></category>
		<category><![CDATA[Riesending-Höhle]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, tatsächlich, es gibt einen Ort, an dem das engstirnige Unverständnis für die Notlagen anderer Menschen sein Herrschaftsgebiet hat und sich in zynischen Äußerungen unter dem Deckmantel der Diskussion verbreiten kann. Natürlich ist dieser Ort im Internet zu finden, dort jedoch an einer speziellen Stelle: dem Kommentarbereich bei spiegel online. Dieses Mal trafen Nickname-gesteuerte Spott [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, tatsächlich, es gibt einen Ort, an dem das engstirnige Unverständnis für die Notlagen anderer Menschen sein Herrschaftsgebiet hat und sich in zynischen Äußerungen unter dem Deckmantel der Diskussion verbreiten kann. Natürlich ist dieser Ort im Internet zu finden, dort jedoch an einer speziellen Stelle: dem Kommentarbereich bei spiegel online. Dieses Mal trafen Nickname-gesteuerte Spott und Häme den Höhlenforscher Johann Westhauser, der vor einigen Tagen in einer der <a href="http://www.spiegel.de/panorama/johann-westhauser-so-lief-die-rettung-des-hoehlenforschers-a-976179.html">aufwendigsten Aktionen alpiner Rettungsgeschichte</a> aus der Riesending-Höhle gerettet wurde. <span id="more-1369"></span></p>
<p>Nein, es hat absolut nichts mit Mut zur Benennung unbequemer Tatsachen zu tun, wenn man die Frage nach den <a href="http://www.spiegel.de/panorama/johann-westhauser-aus-hoehle-gerettet-was-kostet-der-einsatz-a-976185.html">Kosten dieser aufwendigen Rettungsaktion</a> stellt. Auch nicht, wenn man kritisch erörtert, wieso Johann Westheuser sich überhaupt in die Riesending-Höhle begeben musste. Es ist schlichtweg das Eingeständnis, dass man ähnlich gestrickte Problemlagen nach völlig willkürlichen Kriterien in die Kategorien &#8220;akzeptabel&#8221; bzw. &#8220;völlig inakzeptabel&#8221; einteilt.</p>
<p>Wer sich über unnötige Kosten aufregt, der sollte wissen, wann sie überhaupt entstehen. Johann Westheuser ist Höhlenforscher und Mitglied im VDHK (Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher), der seinen Mitgliedern rät, für solche Fälle eine private Unfallversicherung abzuschließen. Weil Ihnen das Risiko zu verunglücken bekannt ist. Die grundsätzliche Kostenübernahme für Rettungsaktion solcher Art regelt jedes Bundesland für sich. Bayern unterstützt die Bergwacht nach Artikel 33 des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes. Zum Einen bei den Kosten für Material, zum Anderen für Rettungs- und Funktechnik für die Berg- und Höhlenrettung. Es existiert also ein objektives Regelwerk für die Kostenverteilung bzw. -übernahme. Kategorie: &#8220;völlig inakzeptabel&#8221;.</p>
<p>Akzeptabel hingegen ist hingegen, dass unsere Bundeskanzlerin für das erste Gruppenspiel unserer Nationalmannschaft bei der Fußball-WM mit der Regierungsmaschine auf <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/leer-flug-nach-brasilien-steuerzahlerbund-verteidigt-merkels-wm-abstecher/10057372-3.html">Steuerzahlerkosten nach Brasilien fliegt.</a> Natürlich, denn schließlich bekommen die Menschen dafür etwas zurück: drei Punkte gegen Portugal, also wieder mal das Gefühl auf der Gewinnerseite des Lebens zu stehen, und als Extrabonbon noch ein Selfie mit Lukas Podolski und Angela Merkel, das man über die sozialen Netzwerke weiterverbreiten kann.</p>
<p>Diese Absurdität nervt! Sie nervt, weil man dadurch in Diskussionen gedrängt wird, die unnütz sind, weil sie in Situationen aufkommen, in denen Institutionen der Sicherheit und Rettung einfach nur funktionieren sollen, weil der Fall eingetreten ist, für den sie eingerichtet wurden. Und genau hier kommt dann die zweite Widersinnigkeit auf, die solche Argumentationen dominiert: das Unbehagen im Ernstfall tatsächlich handeln zu müssen, anstatt sich in der Ruhe des Vorhaltens für den Fall der Fälle sonnen zu können und stolz darauf zu sein, was man nicht alles machen könnte, wenn es mal ernst wird, aber bitte doch niemals wirklich eingreifen müsse, weil dies eben Kosten verursacht.</p>
<p>Deshalb sollten diese ach so schlauen Nickname-Kommentatoren weniger Zeit im Kommentarbereich verbringen, anstatt lieber ganz real den Rettern ein großes und ehrliches Dankeschön für diese verdammt gute Leistung auszusprechen!</p>
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		<title>Gucken erwünscht</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jun 2014 04:26:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Bis spätestens 21.59 Uhr muss heute so mancher für sich eine Gretchenfrage beantworten: gucken oder nicht gucken. Keine einfache Entscheidung nach all dem, was im Vorfeld der Fußball-WM in den Medien hochgekommen ist: die Proteste breiter Bevölkerungsgruppen gegen Verschwendung und sich verschlechternde soziale Bedingungen, die teilweise äußerst brutal von der Polizei niedergeschlagen wurden. Ein Fußball-Weltverband [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Bis spätestens 21.59 Uhr muss heute so mancher für sich eine Gretchenfrage beantworten: gucken oder nicht gucken. Keine einfache Entscheidung nach all dem, was im Vorfeld der Fußball-WM in den Medien hochgekommen ist: die <a href="http://www.spiegel.de/thema/proteste_in_brasilien/">Proteste breiter Bevölkerungsgruppen gegen Verschwendung und sich verschlechternde soziale Bedingungen</a>, die teilweise äußerst <a href="http://www.zeit.de/sport/2014-05/brasilien-polizei-gewalt-wm">brutal von der Polizei niedergeschlagen wurden</a>. Ein Fußball-Weltverband als WM-Vergeber, der sich fast schon nicht mehr die Mühe macht, <a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/wm-2022-in-katar-korruptionsvorwuerfe-gegen-bin-hammam-a-972938.html">unlautere Praktiken</a> bei der Vergabe zu verstecken.  Kann man da noch unbeschwert einfach Fußball gucken, ohne sich dem System zu unterwerfen und es dadurch zu stützen? Man kann. Und man sollte sogar.<span id="more-1346"></span></p>
<p>Es ist also die Frage nach dem Boykott. Ja oder Nein. Anfang des Jahres hatten wir uns diese Frage schon einmal gestellt, als die Krise in der Ukraine gerade ihren Anfang nahm. Damals wurden die Olympischen Winterspiele in Sotchi nicht so umfassend boykottiert wie später die <a href="http://www.tagesschau.de/inland/paralympics262.html">Paralympics</a>. Letztendlich eine Aktion, die zu Lasten der behinderten Sportler ging, die eh schon im Schatten der Nicht-Behinderten Sportler stehen.</p>
<p>Viele tun sich bei der Beantwortung dieser Frage so unnötig schwer, schwanken zwischen einem Ja, einem Ja, aber und dann doch wieder einem Nein, argumentieren häufig mit Symbolik, die nur etwas ausdrücken, aber keine negativen Auswirkungen in die falsche Richtung haben soll. Dabei werden hier zwei Dinge vermischt, die man in solchen Situationen trennen sollte: Inhalt und Situation.</p>
<p>Ja, es geht tatsächlich in erster Linie um den Sport. Das Spiel. Den Spaß. Das Wetteifern. Das Mitfiebern. Tolle Kombinationen und sehenswerte Tore. Dies ist eine Sache. All das findet innerhalb bestimmter Rahmenbedingungen, der Situation, statt, die bestimmte Einflüsse auf die Menschen ausübt. Das ist die andere Sache.</p>
<p>Wie man aus der Zwickmühle der Entscheidung herauskommt? Dabei sein, aber nicht darin verharren und aufgehen. Sich nicht von dem Spiel ablenken lassen und darüber die Probleme der Menschen ausblenden, sondern kritisch die Entwicklungen des Fußballs begleiten, immer wieder thematisieren, dass z.B. der Sport Schaden anrichtet an Sportlern, dem Sport selbst und dem gesellschaftlichen Umfeld.</p>
<p>Dies alles ist mit offenen Augen anzuprangern. Aber auf keinen Fall ein Grund für einen Boykott. Geben wir den Sport eine Chance und den Ausnutzern keinen Millimeter weiter an Boden.</p>
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