<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Klarspüler &#187; DFB</title>
	<atom:link href="http://klarspueler.com/tag/dfb/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://klarspueler.com</link>
	<description>Das! Meinungsmittel</description>
	<lastBuildDate>Tue, 07 Oct 2014 14:30:37 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
		<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
		<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=3.8.41</generator>
	<item>
		<title>Bravo Bremen</title>
		<link>http://klarspueler.com/bravo-bremen/</link>
		<comments>http://klarspueler.com/bravo-bremen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2014 04:32:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Sportplatz]]></category>
		<category><![CDATA[Bremer Senat]]></category>
		<category><![CDATA[DFB]]></category>
		<category><![CDATA[DFL]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://klarspueler.com/?p=1438</guid>
		<description><![CDATA[Schon eine ganze Weile gab es fußballerisch aus Bremen keine guten Nachrichten mehr. Man muss nur mal die letzte Bundesligasaison Revue passieren lassen, um zu wissen was ich meine. Umso erfreulicher, dass Bremen endlich wieder für Furore sorgt. Zwar nicht mit einem Kantersieg gegen eine große Mannschaft in der Saisonvorbereitung. Dafür mit einer mutigen Entscheidung [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Schon eine ganze Weile gab es fußballerisch aus Bremen keine guten Nachrichten mehr. Man muss nur mal die letzte Bundesligasaison Revue passieren lassen, um zu wissen was ich meine. Umso erfreulicher, dass Bremen endlich wieder für Furore sorgt. Zwar nicht mit einem Kantersieg gegen eine große Mannschaft in der Saisonvorbereitung. Dafür mit einer mutigen Entscheidung gegenüber DFB und DFL.<span id="more-1438"></span></p>
<p>Ok. Es stimmt natürlich, dass es gar nicht der Verein ist, der Mut bewiesen hat, sondern der Bremer Senat. Der Verein ist der klugen Entscheidung seiner Landesregierung, <a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/polizeieinsaetze-im-fussball-dfl-soll-zahlen-a-982324.html">die DFL zukünftig finanziell an den Kosten von Polizeieinsätzen bei Risikospielen zu beteiligen</a>, sogar <a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/bremen-gegen-dfl-und-dfb-polizeieinsaetze-bei-risikospielen-a-982466.html">kritisch</a> eingestellt. Das ändert trotzdem nichts an der Tatsache, dass dem Bremer Senat Respekt zusteht, vor allem weil er sich trotz der reflexartigen Gegenreaktion von DFB und DFL nicht von seinem Vorhaben abbringen lässt.</p>
<p>Diese bestand nämlich darin, das für November geplante EM-Qualifikationspiel zwischen Deutschland und Gibraltar nach Nürnberg zu verlegen. Sozusagen Outsourcing in eine Niedrigkostenstadt. Ganz in einer kindisch-beleidigten, herrischen Art, die offenbart, dass DFB und DFL von einem ganz kruden Herr-Hündchen-Verhältnis bei der Ausrichtung von Länderspielen ausgehen.</p>
<p>Immer dann, wenn man seine Muskeln spielen lassen und davon ablenken will, dass so eine peinliche Reaktion lediglich diejenigen trifft, die angeblich besonders wichtig für den Sport sind &#8211; die Fußballfans &#8211; wird sich dann noch zur Untermauerung der Falschheit der Gegenseite auf die Verfassung berufen: &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/dfb-verlegt-gibraltar-spiel-von-bremen-nach-nuernberg-a-982912.html">Wir haben aber eine klare Vereinbarung mit der Innenministerkonferenz, dass wir unsere Präventivmaßnahmen verstärken und im Gegenzug die aus unserer Sicht verfassungswidrige Kostenbeteiligung an Polizeieinsätzen weiterhin nicht thematisiert wird</a>&#8220;, meinte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. Natürlich: verfassungswidrig! Als Drohadjektiv, das Billy-Regal unter den Kampfansagen.</p>
<p>Doch mit dieser Aussage gibt der DFB-Präsident lediglich Preis, was für ein <a href="http://www.wdr2.de/aktuell/klartext/laenderspielbann102.html">abstruses Demokratieverständnis</a> er hat: eine einmal getroffene Vereinbarung beendet für alle Zeiten kritisches Nachdenken. Nein, Herr Niersbach, das tut sie nicht! Außerdem habe ich noch mal im Grundgesetz nachgeschaut. Dort steht nichts von einem Recht auf Kostenabwälzung auf andere.</p>
<p>Der Bremer Senat hat eine Entscheidung gefällt und sich mutig gegen eine eingelebte Regelung gestellt, die er für falsch hält. Dafür zahlen die Fußballfans in Bremen einen Preis. Das ist bitter für die Fans, aber notwendig und wichtig. Denn nur, wenn man die Erfahrung macht, dass jemand trotz Nachteilen an seiner Ansicht festhält, kann eine Basis für Veränderung entstehen.</p>
<p>Es ist zu hoffen, dass auch andere Städte dieses Beispiel beobachten, sich damit auseinandersetzen und bald diesem folgen. Wo einer den ersten Schritt gemacht hat und standhaft bleibt, können andere mitmachen, die sich selbst nicht getraut hätten. Und vielleicht haben wir ja irgendwann einmal <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/einsatzkosten-fussballspiele-102.html">Schweizer Verhältnisse.</a> Dem Fußball würde es gut tun.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://klarspueler.com/bravo-bremen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kein Fußball den Holzköpfen</title>
		<link>http://klarspueler.com/kein-fussball-den-holzkoepfen/</link>
		<comments>http://klarspueler.com/kein-fussball-den-holzkoepfen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 17 May 2014 06:51:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Sportplatz]]></category>
		<category><![CDATA[DFB]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://klarspueler.com/?p=1280</guid>
		<description><![CDATA[Ein Artikel mit diesem Titel muss eigentlich Hooligans zum Thema haben. Hat er es nicht und thematisiert jemand anderen aus dem Fußballgeschäft, wie dieser Artikel es tut, wird es bedenklich. So bedenklich wie das Agieren des DFB letzte Woche im Vorfeld des Testspiels gegen Polen. Denn durch das Verhüllen einer antifaschistischen Parole im Stadion am [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Artikel mit diesem Titel muss eigentlich Hooligans zum Thema haben. Hat er es nicht und thematisiert jemand anderen aus dem Fußballgeschäft, wie dieser Artikel es tut, wird es bedenklich. So bedenklich wie das Agieren des DFB letzte Woche im Vorfeld des Testspiels gegen Polen. Denn durch das Verhüllen einer <a href="http://www.tagesschau.de/inland/dfb-parole100~magnifier_pos-0.html">antifaschistischen Parole</a> im Stadion am Millerntor, zeigte der DFB zwei Dinge: wie man in vier einfachen Schritten in ein PR-Desaster steuert. Und dass er alle Menschen, die sich Fußball anschauen, für total blöd hält.<span id="more-1280"></span></p>
<p>Eigentlich seltsam. Organisationen wie der DFB haben doch genug Geld, um sich eine richtig gute Kommunikationsabteilung zu leisten, die das mit der Kommunikation so hinbekommen müsste, dass nichts aus dem Ruder läuft. Eigentlich. Dies würde voraussetzen, dass große Organisationen wie der DFB Kommunikation als etwas begreifen, das sich zwischen Sender und Empfänger abspielt, und dass der Empfänger inzwischen eine Vielzahl von Möglichkeiten hat, dem Sender eine Rückkopplung zu dessen Botschaft zu geben. Das nennt man Web 2.0.</p>
<p>Organisationen wie der DFB leben kommunikationstechnisch aber noch im Mittelalter, wo der Gutsherr über einen Boten Verlautbarungen an das gemeine Volk verkünden ließ, das diese dann widerspruchslos hinzunehmen hatte. Da der DFB  glaubt, dass diese Art der Kommunikation heute immer noch funktioniert, steuerte er letzte Woche zwangsläufig in vier Schritten in ein PR-Desaster:</p>
<p>1. <span style="text-decoration: underline;">Die absurde Botschaft</span>: es wird etwas kommuniziert, das absolut niemand begreifen kann, weil offenkundig dem widersprochen wird, was man bisher propagierte: eine antifaschistische Parole wird teilweise verhüllt, weil bei Länderspielen der deutschen Nationalmannschaft keine politischen Statements erlaubt sind (offenbar scheint sich dann eine Hackergruppe namens U-E-F-A der Website des DFB bemächtigt zu haben, um heimlich <a href="http://www.dfb.de/index.php?id=511739&amp;tx_dfbnews_pi1[showUid]=47700&amp;tx_dfbnews_pi4[cat]=100">politische Statements</a> zu platzieren).</p>
<p>2. <span style="text-decoration: underline;">Die Peinlichwortschöpfung</span>: für diesen Vorgang wird ein Wort zweckentfremdet und euphemisiert, bei dem der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verein_Deutsche_Sprache">Verein Deutsche Sprache e.V.</a> direkt einen aussichtsreichen Kandidaten für den nächsten Sprachpantscher des Jahres hat. In dem Fall wurde &#8220;neutralisiert&#8221;, also chemisch gesprochen: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neutralisation_%28Chemie%29">die ätzende Wirkung einer Säure oder Base (in dem Fall wohl der antifaschistischen Parole) aufgehoben</a>.</p>
<p>3. <span style="text-decoration: underline;">Ignoranz gegenüber aufkommender Kritik</span>: &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.</p>
<p>4. <span style="text-decoration: underline;">Die nachträgliche Begründung ohne Inhalt und Verstand</span>: hier läuft die Kommunikationsabteilung zur Höchstform auf, vertreten durch Jens Grittner, den Pressesprecher des DFB. Dieser erklärte auf Twitter, dass man durch das Verhüllen nur verhindern wollte, dass deutsche Nationalspieler vor dem Schriftzug &#8220;<a href="http://www.tagesschau.de/inland/dfb-parole100.html">für Faschisten</a>&#8221; zu sehen seien und dies missverstanden werden könnte. Meister Yoda hätte das natürlich sofort verstanden. Alle, die richtig Deutsch sprechen, allerdings nicht.</p>
<p>Und genau deshalb ist der DFB jetzt im PR-Desaster angekommen. Denn anscheinend hält der DFB alle, die sich Fußball anschauen, für total behämmert und unterstellt ihnen, dass sie sich von einem Schnappschuss, der zufällig aus einer bestimmten Perspektive aufgenommen werden könnte, in die Irre leiten lassen, weil sie ja nicht nachdenken können. Aber vielleicht blickt der DFB bereits voraus. Wenn wir nämlich das WM-Finale am 13. Juli mal wieder verlieren werden und dann ein Fotograph eine Aufnahme eines am FIFA-WM Pokal vorbeigehenden Phillip Lahm macht, könnten wir ja trotzdem glauben, Weltmeister geworden zu sein.</p>
<p>Gegen so einen Unsinn wie ihn der DFB in dieser Kommunikationsfarce verzapft hat, hilft nur die konsequente Weiterverfolgung des Gedankengangs, damit der DFB mal realisiert wohin einen die Geister führen, die man gerufen hat.</p>
<p>Daher habe ich mir mal die Website des DFB etwas näher angeschaut und dort einige erstaunliche Statements gefunden: offenbar hat der DFB etwas mit der Stasi zu tun, da dort über den <a href="http://www.dfb.de/index.php?id=511730">DDR-Fußball</a> informiert wird. Zudem war mir gar nicht bewusst, dass der DFB <a href="http://www.dfb.de/index.php?id=508798">Integrationspolitik</a> und sogar <a href="http://www.dfb.de/index.php?id=512574&amp;no_cache=1">Umweltpolitik</a> betreibt. Ja, und dass er eigentlich ein <a href="http://www.dfb-fussballmuseum.de/">Museum</a> ist, hätte ich auch nicht gedacht.</p>
<p>Oder habe ich da was falsch verstanden? Sind die Begriffe vielleicht doch in einem anderen Zusammenhang zu verstehen? Aber die stehen doch da auf der Website. Hmm, sehr missverständlich. Vielleicht könnte man sie, um Missverständnissen vorzubeugen, zukünftig neutralisieren. Genau wie die Portraits der Verantwortlichen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://klarspueler.com/kein-fussball-den-holzkoepfen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
