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	<title>Klarspüler &#187; Markus Lanz</title>
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	<description>Das! Meinungsmittel</description>
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		<title>Wetten, dass &#8211; historische Betrachtung eines Nicht-Sehers</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Apr 2014 04:38:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Fernsehdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Elstner]]></category>
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		<description><![CDATA[Angeblich ist diesen Samstagabend die deutsche Fernsehwelt aus ihren Fugen geraten. Denn nach 33 Jahren ist eine der beiden Säulen der wochenendlichen Familienunterhaltung weggebrochen: Wetten dass,&#8230; wird Ende 2014 eingestellt. Brennende Fragen lassen fassungslose Zuschauer zurück: packt es der Tatort allein, die Massen zu binden? In was für einer Welt werden unsere Kinder in Zukunft [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Angeblich ist diesen Samstagabend die deutsche Fernsehwelt aus ihren Fugen geraten. Denn nach 33 Jahren ist eine der beiden Säulen der wochenendlichen Familienunterhaltung weggebrochen: Wetten dass,&#8230; wird <a href="http://www.spiegel.de/kultur/tv/kommentar-zum-aus-fuer-wetten-dass-a-962840.html">Ende 2014 eingestellt.</a> Brennende Fragen lassen fassungslose Zuschauer zurück: packt es der Tatort allein, die Massen zu binden? In was für einer Welt werden unsere Kinder in Zukunft aufwachsen müssen? Und wird &#8220;Schlag den Raab&#8221; zu so etwas wie dem neuen Schlachtschiff der modernen Fernsehunterhaltung? Solche Fragen sind natürlich völlig irrelevant, da sie nur von der eigentlich frohen Botschaft ablenken: endlich weniger Beschäftigungstherapie mit Wetten dass,&#8230; in deutschen Nachrichtenblättern. Danke Thomas Bellut!<span id="more-1056"></span></p>
<p>Ich oute mich mal an dieser Stelle als Nicht-Wetten dass,..-Seher. In den vergangenen 33 Jahren habe ich gefühlt eine Sendung gesehen und das auch nur, weil meine Ex-Freundin Samstagabend gerne vor dem Fernseher hing, anstatt raus zu gehen. In meiner Kindheit existierte Wetten dass,.. nur als Verzögerungsinstitution, als ich voller Spannung auf die Filme wartete, die nach Wetten dass,&#8230; ausgestrahlt werden sollten und sich regelmäßig um gefühlte drei Stunden verzögerten. Wohl gemerkt, das war noch zu Zeiten als ein gewisser Frank Elstner die Sendung moderierte.</p>
<p>Dann kam in meiner Wahrnehmung ein großes Loch, in dem Wetten dass,.. verschwand und nur noch zwei Mal kurz am Wahrnehmungshorizont auftauchte: mit der Nachricht, dass Thomas Gottschalk aufhört und mit der Neuigkeit, dass Wolfgang Lippert &#8211; als sein Nachfolger &#8211; dies jetzt auch macht. Hmm, seltsame Doppelung.</p>
<p>In den folgenden Jahren existierte Wetten dass,&#8230; für mich nur als regelmäßig auftauchender bunter Fleck auf Schnappschüssen in deutschen Nachrichtenblättern. Offenbar spielten Thomas Gottschalks Anzüge für die Sendung eine nicht unwesentliche Rolle. Bis ja, bis zu jenem verhängnisvollen 4. Dezember 2010, an dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Samuel_Koch">Samuel Koch</a> sich beim Versuch mit Sprungstelzen über ein fahrendes Auto zu springen, schwer verletzte und seither gelähmt ist. Dies veränderte alles. Für Thomas Gottschalk bedeutete es den Abschied und für die Sendung seither ein Dauerabo in den deutschen Nachrichtenblättern.</p>
<p>Denn ab diesem Moment begann die Beschäftigungstherapie mit dieser deutschen Fernsehinstitution, fast so als ob die Journalistenschar instinktiv gewusst hätte, dass der Show schon vorzeitig die Luft ausgehen würde, wenn man sie nicht medienmäßig noch etwas am Beatmungsgerät leben lassen würde. Da war zuerst die Suche nach dem Nachfolger von Thomas Gottschalk, die sich derart aufdringlich in der Artikelschar präsentierte, dass Unkundige durchaus den Eindruck hätten haben können, es ginge um die Krönung des künftigen deutschen Kaisers oder die Suche nach einem neuen Medien-Dalai Lama.</p>
<p>Nachdem dies irgendwann geschafft war und sich zu Überraschung aller herausstellte, dass weder Günther Jauch noch Hape Kerkeling die Show übernehmen würden sondern Markus Lanz, startet das eigentliche Theraphiefeuerwerk in den Zeitungen: ähnlich wie es sich beim Tatort eingebürgert hat, wurde jede Folge im Nachhinein durchanalysiert und einem Qualitäts- und Sozialcheck unterzogen (gab&#8217;s so etwas eigentlich bei irgendeiner anderen Show im deutschen Fernsehen?). Die Präsenz von Wetten, dass&#8230; erreichte mit der Zeit derart aufdringliche Züge, denen man sich nur noch dadurch entziehen konnte, dass man ganz bewusst, keine Nachrichtenseite im Netz mehr ansteuerte.</p>
<p>Zum Glück ist damit bald Schluss! Bleibt nur zu hoffen, dass die frei gewordenen Artikelplätze nicht durch weitere Sonderberichte und -analysen oder -checks zum Tatort aufgefangen werden.</p>
<p>Und was Markus Lanz angeht: ob er jetzt an den großen Fußstapfen gescheitert ist, in denen er gehen wollte, oder an sich selbst  oder vielleicht doch die Sendung an ihm, bleibt künftigen Spekulationen überlassen. Vielleicht wird demnächst irgendjemand ein Buch darüber schreiben und seine Sicht der Dinge schildern. Ich fürchte, dass mögliche Interessenten jetzt schon darauf warten.</p>
<p>Der schonungslose, aber doch wahre Fakt ist: die Show ist zu Ende, der Vorhang fällt und die Welt dreht sich weiter. Spätestens ab dem 12. Juni, wenn der Ball wieder rollt.</p>
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		<title>Digitale Demokratie</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jan 2014 05:36:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Fernsehdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Demokratie]]></category>
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		<category><![CDATA[Markus Lanz]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Kehle]]></category>
		<category><![CDATA[Online Petition]]></category>
		<category><![CDATA[Rettet den Stephansplatz]]></category>

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		<description><![CDATA[Was haben Markus Lanz und Husni Mubarak, der 2011 abgesetzte, bis dahin autoritär regierende Staatspräsident Ägyptens, gemeinsam? Keine Ahnung, aber irgendeine Verbindung wird es geben müssen. Immerhin wurden bzw. werden gegen beide moderne Kommunikationsmedien und soziale Netzwerke eingesetzt, um Protest zu organisieren. Zugegeben, diese Verbindung ist weit hergeholt und merkwürdig. Anscheinend genau so merkwürdig wie [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Was haben Markus Lanz und Husni Mubarak, der 2011 abgesetzte, bis dahin autoritär regierende Staatspräsident Ägyptens, gemeinsam? Keine Ahnung, aber irgendeine Verbindung wird es geben müssen. Immerhin wurden bzw. werden gegen beide moderne Kommunikationsmedien und soziale Netzwerke eingesetzt, um Protest zu organisieren.</p>
<p>Zugegeben, diese Verbindung ist weit hergeholt und merkwürdig. Anscheinend genau so merkwürdig wie eine andere: die Ausübung demokratischer Grundrechte unterstützt von neuen Kommunikationsmedien. Oder um es anders auszudrücken: Meinungsäußerung via Onlinepetition, das ist doch irgendwie suspekt.<span id="more-643"></span><!--more--><!--more--><!--more--></p>
<p>Haben wir vielleicht ein Demokratieproblem? Ganz so bedeutungsschwer würde ich es nicht gleich ausdrücken. Das hört sich immer gleich so an, als ob die Grundfesten unseres Gemeinwesens zusammenbrechen, obwohl man einfach nur nachdenken wollte. Es ist nämlich keinesfalls so leicht einzuschätzen, ob die Losung des ägyptischen Internet-Aktivisten (und Google Managers) Wael Ghonim (&#8220;If you want to liberate a society, just give them the Internet&#8221;) wirklich ein mehr an Demokratie bringt bzw. ob das Netz an sich schon demokratisch ist. <a href="http://www.bpb.de/apuz/75830/das-demokratische-netz">Politikwissenschaftlich lassen sich hier durchaus Zweifel finden</a>.</p>
<p>Vielleicht haben wir auch nur ein Generationenproblem? Immerhin wird unsere Demokratie dieses Jahr 65. Da ist die Sturm-und-Drang Zeit junger Demokratien, die sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen brutale Staatslenker zur Wehr setzen, vorbei. Da hat man sich daran gewöhnt, dass Demokratie alle paar Jahre durch ein Kreuz ausgeübt wird, das auch noch mit einem echten Stift gekritzelt wird. Aber Meinungsäußerung digital? Von der Couch aus? So ganz ohne Transparente? Mit ein paar Klicks erledigt?</p>
<p>Da muss etwas anderes dahinterstecken. So wird dann auch ganz schnell das altbekannte sozial-psychologische Erklärungsmodell der bösen, anonymen Masse aus der Mottenkiste geholt, die in &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/kultur/tv/markus-lanz-auf-online-petition-folgt-wetten-dass-a-945188.html">freudiger Erregung [...], sich im Schutz der Anonymität endlich mal ganz direktdemokratisch und persönlich an einer Treibjagd beteiligen zu können</a>&#8220;, den Klick setzt oder den Gefällt-mir Button drückt. Obwohl von &#8220;erwachsenen&#8221; Demokraten doch eigentlich die altbewehrte Peter-Lustig-Lösung erwartet wurde: &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/kultur/tv/kommentar-zur-online-petition-gegen-markus-lanz-im-zdf-a-945136.html">Abschalten</a>!&#8221;</p>
<p>Nur damit muss man sich &#8211; Dank der Möglichkeiten, die die neuen Kommunikationsmedien und sozialen Netzwerke bieten &#8211; nicht mehr zufrieden geben. Umschalten, wegschauen, abwinken &#8211; das ist nicht länger das einzige, was einem übrigbleibt. Und das ist auch gut so, denn umschalten, wegschauen, abwinken bedeutet immer schweigen, stumm bleiben, den anderen gewähren lassen und ihn im selbstherrlichen Irrglauben zu belassen, die Welt sei einverstanden, mit dem, was er von sich gibt.</p>
<p>Das ist die Chance, die uns geboten wird, die unsere Beteiligungsmöglichkeiten vergrößert. Fast so, als habe etwas einer langjährigen Beziehung wieder neuen Kick gegeben. Und dabei muss man nicht gleich gegen Diktatoren vorgehen, mögen sie in Staatspalästen sitzen oder in Studios rumstehen. Das Engagement kann direkt vor der Haustür beginnen, so wie zum Beispiel die <a href="http://stephanplatz.blogspot.de/">Rettungsaktion für den Stephansplatz in Karlsruhe des Schriftstellers Matthias Kehle</a>. Es geht eben darum seine Stimme zu erheben und einzubringen. Nie war es leichter als heute. Schweigen sollte man lieber im Theater oder im Kino, denn da stört das Gelabber während der Vorführung tatsächlich.</p>
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