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	<title>Klarspüler &#187; Martin Sonneborn</title>
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		<title>Nein! Doch!! Ohhhhh!!!</title>
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		<pubDate>Tue, 27 May 2014 04:26:44 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser bekannte Louis De Funès-Ausspruch dürfte ganz gut die Stimmungslage in Frankreich, Großbritannien und einigen anderen Ländern nach dem Europawahltag charakterisieren. Vor allem aber in Frankreich. Wenn Louis de Funès ihn ausspricht ist es allerdings immer lustig. In den Ländern Europas beschreibt dieser Ausspruch jetzt einen Schockzustand über den Wahlausgang, bei dem die meisten Politiker der europafreundlichen Parteien so tun, als hätte ihnen jemand schmutzige Heftchen in den Aktenordner geschmuggelt. Dabei haben sie selbst den Aktenkoffer offen rumgereicht, so dass jeder ihnen diesen Schund einfach hineinlegen konnte. <span id="more-1038"></span></p>
<p>Plötzlich sind sie in aller Munde. Und nicht nur die deutsche Ausgabe namens AfD. UKiP, FPÖ, Front National oder Dansk Folkeparti, die sogenannten eurokritischen, euroskeptischen, Europa hassenden Parteien. Erstaunlich, dass die sich überhaupt an der Europawahl beteiligen, wenn sie dieses System verabscheuen. Aber vermutlich müssen sie erst einmal die Unannehmlichkeiten eines Europaabgeordnetendaseins am eigenen Leib erfahren, bevor sie dieses System irgendwann zerstören können. Man könnte leise sagen: Geschichte wiederholt sich. Ach ja, in der Aufzählung fehlt ja noch jemand: die Partij voor de Vrijheid, mit ihrem Spitzenkandidaten Johnnie Flodder. Aber der ist im Gegensatz zu den anderen gar nicht so gut abgeschnitten.</p>
<p>Auf einmal sind alle wieder ganz überrascht und verstehen die Welt nicht mehr. Dabei ist es doch so einfach. Dummerweise ist es eine Demokratie-Analphabetin wie Marine Le Pen, die es ausspricht: &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/frankreich-triumph-fuer-marine-le-pen-und-fn-a-971629.html">Das souveräne Volk hat gesprochen</a>.&#8221; Ja, das ist leider die Wahrheit. Die Stimmen machen das Ergebnis. Und da wir gerade nicht in den Sturm-auf-die-Bastille-Zeiten leben, wo man den Herrschenden unvermittelt klarmachen konnte, was man von ihrem Handeln hält, zeigen es die Wähler alle paar Jahre an der Wahlurne. Was bleibt ihnen auch anderes übrig?</p>
<p>Es ist im Nachhinein ziemlich müßig darüber nachzudenken, woran es denn lag, dass so viele Wähler ihre Stimmen den europakritischen Parteien gegeben haben. Ob aus Frust, aus Protest oder Jux und Dollerei. Oder lag alles doch nur am Wegfall der 3-%-Hürde?</p>
<p>Wichtig ist einzig, dass die etablierten Parteien Lehren aus der Europawahl ziehen. Und bitte nicht, <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/frankreich-valls-verspricht-steuersenkungen-sieg-des-front-national-a-971639.html">die reflexartigen des französischen Premierministers Valls:</a> Steuerentlastungen! Das macht immer den Eindruck, als ob man im Nachhinein jemand kaufen wolle. Die richtigen Lehren zeigt Roland Nelles in einem <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/europawahl-fuenf-lehren-kommentar-von-roland-nelles-a-971769.html">Kommentar</a> auf. Hierbei ganz besonders: sich von den Populisten nicht kirre machen lassen und weniger Arroganz gegenüber den Menschen wagen! So eine Formel kommt immer gut an, denn wir erinnern uns: Geschichte wiederholt sich. Auch in ihren großen Worten.</p>
<p>In der zweiten Lehre liegt auch der Punkt, weshalb es populistische Parteien wie die Front National überhaupt geschafft haben, sich in die Köpfe der Menschen und schließlich auf ihren Wahlzettel zu schummeln: weil sie einfache Antworten auf deren Probleme finden, die aus der Finanz- und Schuldenkrise rühren, die seit Jahren die europäische Gemeinschaft im Griff hat. Denn offenbar ist genau dies, wofür die EU inzwischen steht. Nicht für <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/europawahl-marine-le-pen-front-national-und-europa-a-970421.html">Reisefreiheit, Chancen oder Verständigung</a>. Und dies vor allem bei den jungen Menschen. Nicht umsonst hat die Front Nationale gerade bei den <a href="http://www.lemonde.fr/politique/article/2014/05/25/le-fn-obtient-ses-meilleurs-scores-chez-les-jeunes-et-les-ouvriers_4425625_823448.html">unter 30-jährigen</a> ihre größten Erfolge erzielt.</p>
<p>Es geht also nicht um Vertrauen, wie es die etablierten Politiker so reflexartig wieder zu gewinnen versuchen, nachdem sie es über eine lange Zeit durch absurde oder nicht verständliche Handlungen zerstört haben. Es geht um Verständnis. Um ernst nehmen. Wähler sind keine Masochisten. Irgendwann schlagen sie zurück. Mit dem Wahlzettel.</p>
<p>Die Wahl ist gelaufen. Das Ergebnis da. Die Populisten im Parlament. Das ist bedauerlich, aber kein Untergang. Die Demokratie kann dies aushalten. Sie kann sich wehren. Sie wird sich wehren müssen. Und falls den etablierten Parteien nichts einfällt, <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sonneborn-und-die-partei-interview-zum-erfolg-bei-europawahl-a-971662.html">Martin Sonneborn hat da bestimmt gute Ideen</a>.</p>
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		<title>Das Ende aller Autoritäten</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Feb 2014 07:33:16 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich müssten wir es doch seit den Enthüllungen von Edward Snowden wissen: jeder, wirklich jeder hat Dreck am Stecken. Es gibt niemanden, der frei von Schuld ist und einzig und allein für das Gute und Gerechte steht. Die NSA ist davon überzeugt, sonst hätte sie ja niemals diesen gigantischen Überwachungsapparat aufgezogen. Und die NSA hat Recht! Denn sie sieht die Menschen realistischer als Otto Normalbürger dies tut. Der glaubt nämlich immer noch an Autoritäten, die er zu moralischen Instanzen hochstilisieren kann. Diese Zeiten sollten nun aber definitiv vorbei sein. <span id="more-776"></span></p>
<p>Warum ist das eigentlich so? Weshalb braucht Otto Normalbürger immer eine Person oder Institutionen, die er zu einem Leuchtturm in Sachen gerechtes, objektives und vertrauenswürdiges Handeln erklären kann? Vielleicht aus Unsicherheit und fehlendem Vertrauen in sein eigenes Handeln. Oder weil er in seinem durchrationalisierten, entzauberten Alltagsleben doch noch an etwas glauben will, wenn er schon nicht mehr an Gott, die Versprechen der Politiker und das Wachstum der Wirtschaft glauben kann.</p>
<p>Zum Glück gibt es in Deutschland noch eine Reihe solcher Instanzen, die man sich auf den heimischen Moralalter stellen und sagen kann: seht her, das ist noch einer, dem man vertrauen kann, der sagt, was er meint und auch so handelt, ohne hinterrücks nur opportunistische Interessen zu verfolgen. Unglücklicherweise zerfließen diese Instanzen in seit Jahren wie Eisskulpturen unter der brennenden Sonne der Sahara. Beispiele gefällig:</p>
<p>Vor vielen Jahren zählte Michel Friedmann dazu. Mann, war ich von ihm begeistert als er in seiner Sendung <em>Vorsicht! Friedmann</em> seinen Gästen auf die Pelle rückte und den einen und anderen argumentativ alt aussehen ließ. Da wusste ich aber noch nichts von einem gewissen Paolo Pinkas. Auf jeden Fall war Günter Grass Teil dieses Moralimperiums. Irgendwie mochte ich seine grimmig-mahnende Art über die Furchtbarkeiten der NS-Zeit. So musste er ja auch agieren, da er als Jugendlicher Schreckliches erlebt hatte. Dass er selbst daran teilgenommen hat, ist ihm dann aber erst 2006 wieder eingefallen.</p>
<p>In den vergangenen Wochen ging es dann Schlag auf Schlag weiter. Otto Normalbürger verlor gleich zwei Instanzen des heimischen Moralolymps: den ADAC und Alice Schwarzer. Letztere <a href="http://www.aliceschwarzer.de/artikel/eigener-sache-313405">beschwerte</a> sich ja bitterbös in ihrem Blog über die Art des &#8220;Rufmords&#8221;, die die Aufdeckung ihrer Steuerhinterziehung darstellte. Dummerweise wird hier stets die Fallhöhe vergessen, aus der moralische Instanzen abstürzen können; wer für sich ein hohes Maß an Integrität beansprucht, der ist nur zu einem verpflichtet: diesem gerecht werden. Nicht nur in den 1970ern. Nicht immer nur Montagvormittag. Auch nicht nur, wenn Kameras auf einen gerichtet sind. Nein dauerhaft. Oder um es anders auszudrücken: im Fall Zumwinkel hat sich damals niemand so sehr empört, weil der ja nie behauptet hatte das Bankgewissen Deutschlands zu sein.</p>
<p>Die Anzahl der verbliebenen Moralapostel wird spürbar geringer. Anscheinend verlassen die letzten Rat&#8230; ähh&#8230;. Rechtschaffenden das sinkende Schiff. Was bleibt also Otto Normalbürger? Richtig: sich jetzt schon mal auf die zukünftig Gefallenen einzustellen, damit die Ernüchterung nicht so schmerzhaft ausfällt. Daher an dieser Stelle ein exklusiver Ausblick auf die Moralenttäuscher 2014:</p>
<p>Stiftung Warentest manipuliert in Wahrheit seit Jahren ihre Ergebnisse. Vorkämpfer Ritter Sport war nur der erste, der an dieser Machtstellung zu kratzen wagte. Arte finanziert sich in Wahrheit zu einem Großteil dadurch, dass es Dschungelcamp, Berlin Tag&amp;Nacht und Köln 50667 mit produziert. Die Sendungen Panorama und Monitor haben in Wahrheit 95% aller kritischen Berichte erfunden. Armin Maiwald (Sendung mit der Maus) fährt tatsächlich jedes Jahr nach Afrika und nimmt an Wildererexpeditonen Teil, auf denen Elefanten abgeschossen werden. Stefan Siechermann (der Postillon) schreibt hinterrücks für die BILD. Martin Sonneborn (Titanic) ist tatsächlich ein Unterstützer von Opus Dei. Aber die größte Enttäuschung, die 2014 herauskommen wird: Volker Pispers spendet seit Jahren an die FDP!</p>
<p>Gute Nacht moralische Instanzen!</p>
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